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Den Augenblick festhalten : Elmshorner sorgt für spektakuläre Unterwassereindrücke

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Julian Mühlenhaus macht mit Unterwasseraufnahmen auf sich aufmerksam. Vor allem die heimischen Gewässer sind sein fotografisches Jagdgebiet.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Seine ersten Schnorchelversuche machte der Elmshorner Julian Mühlenhaus bereits als fünfjähriger Steppke. Seine Tagesmutter, Gründungsmitglied bei den „Schlickteufeln“, hatte ihn mit ins Schwimmbad genommen und damit die Grundlage für seine dauerhafte Leidenschaft zum Unterwassersport gelegt. Mit zwölf durfte der Bismarckschüler seinen ersten Freiwassertauchgang im dänischen Gl. Ålbo absolvieren – und von nun an ging es sozusagen mit Vollspeed in die Tiefe.

Bronze-, Silber- und Goldabzeichen, Seminare für Orientierungstauchen und Gruppenführung, Lehrgänge für Nacht- und Tiefentauchen, Sicherheit und Rettung folgten ebenso wie der Einstieg in die Apnoe-Szene (Tauchen ohne Gerät). Das betreibt  der  beruflich in Hamburg tätige Controller mit abgeschlossenem BWL-Studium seit 2012 intensiv und mittlerweile auf Vier-Sterne-Niveau als Tauchlehrer und Trainer.

Beim Säubern von Unterwassergehäuse und Blitzanlage. (Foto: Robbe)
Beim Säubern von Unterwassergehäuse und Blitzanlage. (Foto: Robbe)

Tauchreviere in Ägypten, Kroatien oder auf den Kanarischen Inseln sind zwar gern angesteuerte Urlaubsziele, Nord- und Ostsee aber sind seine favorisierten Ziele, die  er mittlerweile unter Wasser besser kennt als so mancher Seehund. „Ich fühle mich in heimischen Gewässern wohl“, erklärt Mühlenhaus. Zwar habe er öfter schlechte Sicht, doch sei es dort viel bunter, als man denke und die Tauchreviere lägen sozusagen vor der Haustür.

Seit 2015 ist Julian Mühlenhaus Photoinstruktor, das heißt, er kann ausgebildete Taucher in Unterwasserfotografie ausbilden – und damit kommt er auf sein zweites Hobby zu sprechen, das er geschickterweise mit dem ersten verbinden kann. „Meine ersten Fotografierversuche habe ich mit der Spiegelreflexkamera meines Vaters gemacht“, erinnert er sich. Mit dem Konfirmationsgeld legte er dann den Grundstock für den Kauf einer eigenen Kamera und richtete sich – stundenweise – eine Dunkelkammer im Badezimmer des elterlichen Wohnhauses ein.

„Die ersten Aufnahmen waren recht bescheiden, doch ich bin wissbegierig und detailverliebt“, beschreibt sich der 31-Jährige. Er belegte VHS-Kurse, informierte sich in entsprechender Fachliteratur und brachte es mit „learning by doing“  rasch zu erfreulichen Ergebnissen. Seine Jahreskalender – zum Beispiel mit Motiven aus der Hamburger Speicherstadt – sind im Familien- und Freundeskreis heiß begehrte Sammelobjekte. „Da sitze ich aber auch schon ab Sommer dran, um zu Weihnachten ein persönliches Geschenk zu haben“, meint er, doch das gefalle ihm besser, als ein Pfund Gewürze zu verschenken.

Sicherungstaucher wartet auf den Apnoetaucher beim Aufstieg.
Sicherungstaucher wartet auf den Apnoetaucher beim Aufstieg.
 

Mittlerweile besitzt Julian Mühlenhaus mehrere Kameras (Canon und Fuji) mit Ultraweitwinkel- und Makroobjektiven und widmet sich seit 2010 „ernsthaft“ der Unterwasserfotografie. Er ist Abteilungsleiter für Foto und Video im Tauchsport-Landesverband und kann mit seinem Hobby auch ein wenig Geld verdienen: Apnoe-Happenings, Veröffentlichungen in Verbandsmagazinen und medizinischen Fachzeitschriften für Taucherärzte, beim NDR oder im Schleswiger Museum machen ihm Freude.

Hier hat Julian Mühlenhaus  einen Taucher beim Apnoetauchen im Kreidesee Hemmoor / Niedersachsen fotografiert.

Hier hat Julian Mühlenhaus  einen Taucher beim Apnoetauchen im Kreidesee Hemmoor / Niedersachsen fotografiert.

„Ich finde es toll, Menschen in einem Element darzustellen, in das sie von Natur aus eigentlich nicht hingehören, sich aber arrangieren und gut harmonieren“, beschreibt er seine Hobbys. Es fasziniert ihn, unter Wasser den Augenblick für die Ewigkeit festzuhalten. Sein ganzes „Tauchgerödel“ transportiert Julian Mühlenhaus in seinem für fünf Personen ausgerichteten Auto. Zwei bis drei Pressluftflaschen (ausreichend für zirka 2,5 Stunden unter Wasser), Trockentauchanzug und Unterzieher, Kameraausrüstung und das sperrige Unterwassergehäuse mit ausfahrbaren Scheinwerfern lassen seinen Wagen zum Zweisitzer werden. Das ganze Jahr über ist Julian Mühlenhaus fast jedes Wochenende zu Freiwasser-Tauchzielen unterwegs – einschließlich Ein- und Auspacken des Equipments ein anstrengendes, aber schönes Hobby. „Und ein Hobby, das mir einen schönen Ausgleich zum Beruf ermöglicht, soll es auch bleiben“, meint er. Wer sich für die Fotos von Julian Mühlenhaus interessiert, dem sei seine Homepage empfohlen.

Julian Mühlenhaus photography, Telefon: 0176-20788259, mail@julian-muehlenhaus.de oder www.julian-muehlenhaus.de sowie https://www.facebook.com/JulianMuehlenhausPhotography
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