Gegen das Vergessen : Elmshorner Schüler erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus

Schüler, Lehrer  die AG „Stolpersteine“ und die Stadt Elmshorn laden gemeinsam zu der Gedenkveranstaltung „Freiheit statt Diskriminierung“ ein.
Schüler, Lehrer die AG „Stolpersteine“ und die Stadt Elmshorn laden gemeinsam zu der Gedenkveranstaltung „Freiheit statt Diskriminierung“ ein.

Zum zehnten Mal veranstalten die Bismarckschule und die Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule die Gedenk-Veranstaltung.

shz.de von
17. Januar 2018, 12:00 Uhr

Elsmhorn | Gegen das Vergessen: 2009 wurde diese Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer und die Verfolgten des Nationalsozialismus zum ersten Mal in Elmshorn organisiert. In der damaligen KGSE, gemeinsam mit der Bismarckschule. 2018 folgt die zehnte Auflage unter der Überschrift „Freiheit statt Diskriminierung“. Am Donnerstag, 25.  Januar, sind bei der öffentlichen Veranstaltung im Saalbau am Adenauerdamm – Beginn: 19 Uhr – nicht nur die Bismarckschule und die Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule dabei, sondern auch die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule, die Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule, die Elsa-Brändström-Schule, die Freie Waldorfschule und die Leibniz Privatschule. Schüler und Lehrer zeigen Flagge, setzen gemeinsam ein Zeichen für eine Erinnerungskultur in Elmshorn. Unterstützt werden sie von der Stadt Elmshorn, die die Gedenkveranstaltung mit organisiert und komplett finanziert, sowie der Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Elmshorn“. Diese AG hatte einst die Initialzündung geliefert. Der Künstler Gunter Demnig hatte auch in Elmshorn die sogenannten Stolpersteine verlegt, die an die Opfer der NS-Schreckensherrschaft erinnern.

Musik, Schauspiel, Gedichte: Schüler sollten etwas für Schüler machen – diese Idee hat sich durchgesetzt. Die künstlerische Leitung der Veranstaltung liegt in den Händen von Anna Haentjens. Sie ist von Anfang an dabei, ebenso wie Angelika Busse von der AG Stolpersteine. „Früher waren die Beiträge in Richtung Vergangenheit gerichtet. Heute nehmen wir auch Bezug auf aktuelle Themen“, sagt Busse.

Das Geschichtsprofil der Bismarckschule hat sich mit dem Thema Homosexualität beschäftigt. „Wir haben Bezüge zur Gegenwart hergestellt und betrachten auch regionale Aspekte“, sagt Lehrerin Tanja Dannenberg. Ihr Musikkollege Matthias Wichmann wird unter anderem ein selbst komponiertes Stück präsentieren.

Auf Initiative des Ex-Bundespräsidenten Roman Herzog ist der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, in Deutschland ein offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Das Programm der Veranstaltung „Freiheit statt Diskriminierung“:

1. Anne Frank – Mein Leben:  Eine  Darstellung   der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule.

2. Gedanken an Freiheit und Diskriminierung:  Eine Gemeinschaftsarbeit der   KGSE und der EBS.

3. Es ist immer ein  Verbrechen,  Liebe zu bestrafen:  Ein Beitrag der Bismarckschule

4. Sieh auf deinen Weg:  Präsentiert von der Elsa-Brändström-Schule.

5. Ist die Freiheit gefährdet? Eine Darstellung der KGSE.

6. Reichspogromnacht – Perspektiven: Spielszenen der Leibniz-Schule

7. Die Welle – Das Jones Experiment:  Darstellung der Boje-Schule.

8.  Außenseiter: Ein Gedichtvortrag der Waldorfschule.

Der Eintritt ist frei. Aufgrund der begrenzten Anzahl von Sitzplätzen werden  Eintrittskarten ausgegeben, die ab sofort bei der Theaterkasse des Stadttheaters, Königstraße 56, bei konzert & event, Kirchenstraße 8 und im Büro „engagiert in Elmshorn“, Alter Markt 11 (Marktpassage, 1. Stock) erhältlich sind.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert