Elmshorner Ruf nach Revanche

Torben Stockfleth (rechts) darf als Ur-Pirat sogar den Headcoach nass machen: Nach dem ersten Saisonsieg verabreichte er Jörn Maier eine Gatorade-Dusche.
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Torben Stockfleth (rechts) darf als Ur-Pirat sogar den Headcoach nass machen: Nach dem ersten Saisonsieg verabreichte er Jörn Maier eine Gatorade-Dusche.

American Football: Fighting Pirates empfangen Rostock Griffins / Defense ist auf Überraschungen vorbereitet

shz.de von
09. August 2018, 16:52 Uhr

Die große Frage nach fünf Wochen Pause ist: Wie gut schütteln die Elmshorn Fighting Pirates etwaig angesammelten Rost aus den Kanonen? Die Rostock Griffins, die am morgigen Sonnabend, zum Rückspiel in der German Football League 2 Nord nach Elmshorn kommen (15 Uhr, Krückaustadion) haben den Vorteil, bereits vergangenes Wochenende wieder gespielt zu haben. Sie unterlagen bei den Lübeck Cougars und haben jetzt wie die Pirates drei Niederlagen auf dem Konto.

Rostock Griffins – da war doch noch was? Genau: das unglückliche, und aus Elmshorner Sicht ungerechtfertigte 32:35 im ersten Saisonspiel an der Ostsee. Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als den Rostockern die Wiederholung eines vergebenen Fieldgoalversuchs zugestanden wurde – und der letztlich die drei Punkte aufs Scoreboard zauberte, welche die Elmshorner traurig stimmten. Das Wort der Revanche macht daher vor dem erneuten Aufeinandertreffen die Runde.

„Es gibt gibt genügend Gründe, warum wir glauben, dass diese erfolgreich wird“, gibt sich Pirates-Headcoach Jörn Maier betont optimistisch. Nicht zuletzt ist das die eigene Heimstärke. Vor fünf Wochen hatte es selbst der bis dahin ungeschlagene Tabellenführer Düsseldorf Panther nicht geschafft, den Elmshorner Hafen zu entern.

Den zweiten Punkt verdeutlicht Torben Stockfleth für die zu Saisonbeginn noch schwächelnde, zuletzt aber besser gewordene Abwehrarbeit der Seeräuber: „Wir haben in Rostock einige schwerwiegende Fehler gemacht. Die haben wir in den Griff bekommen.“ So habe man sich an der Ostsee von einer rein aufs Passspiel ausgerichteten Formation überraschen lassen. „Darauf waren wir damals nicht vorbereitet. Mittlerweile kennen wir diese auch aus anderen Spielen“, erklärt der Linebacker. Der Uetersener ist ein Urgestein der Pirates, der nach dem Gewinn der Junioren-Europameisterschaft von 2009 bis 2012 für vier Jahre beim Bundesligisten Kiel Baltic Hurricanes gespielt hat.

Getrübt wird die Freude auf das Saisonfinish durch den Abgang von US-Linebacker Ty Parsons, den es aus privaten Gründen in der Sommerpause zurück in die Heimat zog. Ferner muss Defense-Coordinator Ivo Kolbe für den Rest der Saison auf Defense Bakc Ter‘Shadney Phillips verzichten, der sich gegen Düsseldorf eine schwere Knieverletzung zuzog und operiert wurde. „Sicherlich ein schwerer Verlust, aber die Qualität und Erfahrung unserer deutschen Verteidiger muss es nun richte“, sagte , ist sich Maier sicher.

Drittes großes Elmshorner Plus ist die Offensive mit dem bislang alles überragenden US-Runningback Khairi Dickson als Topscorer. Die Konzentration auf den sportlichen Erfolg hat aber auch Verlierer im Team hervorgebracht. Sascha Walura war mit der Zahl seiner Einsätze unzufrieden und hat das gelbe Trikot ausgezogen.

Stockfleth hat die drei trainingsfreien Wochen genossen. „Die Sommerpause war schön, weil man Familie und Freunde in den Vordergrund rücken konnte“, sagte er.

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