Sie kämpfen gegen Kinderarmut : Elmshorner Kinderschutzbund engagiert sich in den Ferien

Sie setzen sich Tag für Tag für die Kinder Elmshorns ein: Der neue Vorstand um die Vorsitzende Elke-Maria Lutz (vorne, Zweite von links) wurde gewählt.
Sie setzen sich Tag für Tag für die Kinder Elmshorns ein: Der neue Vorstand um die Vorsitzende Elke-Maria Lutz (vorne, Zweite von links) wurde gewählt.

Die Elmshorner Nachrichten wurden bei der Mitgliederversammlung mit dem „Blauen Elefanten“ ausgezeichnet.

shz.de von
29. Juni 2018, 13:30 Uhr

Elmshorn | Sie nehmen Tag für Tag den Kampf gegen die Kinder-Armut auf sich: Die Mitglieder des Deutschen Kinderschutzbundes, Ortsverband Elmshorn, trafen sich jetzt zur Mitgliederversammlung. Neben der Wiederwahl der Vorsitzenden Elke-Maria Lutz und der Neuwahl des Vorstandes sprachen sie auch über vergangene und kommende Projekte.

Kinderarmut findet sich laut Lutz in den Familien, die „zur Bestreitung des Lebensunterhaltes der Familie öffentliche Leistungen in Anspruch nehmen müssen“. Sie betrifft die Kinder, deren Eltern sich keine kindgerechte Kleidung, gesunde Lebensmittel, Nachhilfe oder ein Geschenk zum Geburtstag oder Weihnachten leisten können. Dem wirkt der Kinderschutzbund mit seinen Projekten entgegen, zum Beispiel mit 200 Schuhgutscheinen, die pro Jahr ausgegeben werden. Durch sie können sich die Familien Schuhe leisten, die das Wachstum der Kinderfüße nicht beeinträchtigen.

Zukunft von Kindern

Auch die Zukunft von Kindern aus geflüchteten Familien steht im Fokus. Diese aufzufangen und zu betreuen, ist das Ziel des Kinderschutzbunds. Mit Nachhilfe- und Integrationskursen bietet der Verband eine unterstützende Maßnahme zum Schulunterricht, die momentan vor allem Berufsschüler wahrnehmen.

Highlight bleibt für alle die Zeit der Sommerferien. Sechs Wochen lang wird der Kinderschutzbund ein Programm an Ausflügen und Aktivitäten bereithalten, das sich an die Kinder richtet, die sonst nur allein zuhause sitzen würden: Besuche des Industriemuseums, des Miniaturwunderlands oder die Teilnahme am Lasertag sind geplant, wie Claas Schmidt-Riese, zweiter stellvertretender Vorsitzender des Verbands, ankündigte. Er ist ebenfalls zuständig für die fünftägige Ferienfreizeit, die in diesem Jahr am Schweriner See stattfinden wird. Dort werden die Kinder in Bungalows wohnen, zusammen Fußball oder Volleyball spielen, grillen, reiten und Abenteuer wie Nachtwanderungen erleben.

Weltkindertag am 20. September

Am Donnerstag, 20. September, dem Weltkindertag, soll Elmshorn einen Platz der Kinderrechte erhalten, der auf dem Spielplatz vor der St. Nikolaikirche eingeweiht werden wird. Dieser Ort, als erster seiner Art in Schleswig-Holstein, soll den Weg zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ebnen und gleichzeitig Kindern als Anlaufstelle dienen, wie die Vorsitzende Elke-Maria Lutz erklärt: „Wir wollen ihnen die Möglichkeit geben, sich bei uns zu melden, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen.“

Ein blauer Elefant für die EN

EN-Redaktionsleiter Jan Schönstedt  wird  von der ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden Brigitte Fronzek der Elefant verliehen.
Julia Schmuck

EN-Redaktionsleiter Jan Schönstedt  wird  von der ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden Brigitte Fronzek der Elefant verliehen.

 

Seit Jahren verleiht der Kinderschutzbund Elmshorn bei jeder Mitgliederversammlung die Auszeichnung „Blauer Elefant“ an Unterstützer seiner Arbeit. So erhielt etwa ein ehemaliger Präsident des Rotary-Clubs das Plüschtier als Dank für großzügige Spenden. In diesem Jahr sind die EN Preisträger. Redaktionsleiter Jan Schönstedt durfte die Auszeichnung „als Anerkennung für den besonderen Einsatz zum Wohl der Kinder“ entgegennehmen. „Besonders bei unserer Neugründung im Jahr 2006 hat die Zeitung uns durch ihre Berichterstattung sehr dabei unterstützt, bekannt zu werden, Spender und Mitglieder zu bekommen“, erklärt die Vorsitzende Elke-Maria Lutz. Schließlich sei der Verein bei seiner Arbeit auf Spenden angewiesen. Schönstedt versprach, auch weiterhin über die Arbeit des Kinderschutzbunds zu berichten: „Als regionale Tageszeitung ist es selbstverständlich, den Kinderschutzbund zu unterstützen.“

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