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Ein Lächeln ist Dank genug : Elmshorner Kinder spenden für junge Rumänen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Marc Peters hat einen Weihnachtspäckchenkonvoi mit Geschenken von Elmshorner Kindern nach Rumänien begleitet.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2016 | 16:10 Uhr

Rumänien | Es gibt diesen einen Moment, für den Marc Peters und seine Mitstreiter klaglos das Organisieren hunderter Geschenke und eine dreieinhalbtägige Busfahrt auf sich nehmen. Das ist der Augenblick, wenn Kinder, die sonst nichts haben, das Geschenkpapier vom Karton abreißen, den Deckel abheben und mit leuchtenden Augen und einem glückseligen Lächeln im Gesicht Süßigkeiten und Spielzeug herausholen.

Seit 2001 beteiligt sich der Elmshorner Round Table am Weihnachtspäckchenkonvoi des Round Table und Ladies’ Circle Deutschland. Marc Peters, Inhaber eines Elmshorner Optikergeschäfts, ist in diesem Jahr schon zum dritten Mal nach Rumänien gefahren, um den Kindern in dem krisengeschüttelten Land ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ haben sieben Grundschulen und sechs Kindergärten in Elmshorn und Umland 558 Päckchen mit Spielzeug, Naschies, Hygieneartikeln und Schulbedarf gepackt.

Am dritten Dezember ist Marc Peters mit fünf Mitstreitern aus Elmshorn und Umgebung und einem Lkw voller Geschenke in Richtung Rumänien aufgebrochen. „Mit den anderen Helfern aus Deutschland haben wir uns in Hanau bei Frankfurt getroffen“, erzählt Peters. „Von dort sind wir mit 174 Helfern, vier Bussen, 30 Lkws und 106  000 Geschenken aufgebrochen“. Im Konvoi kommt die Gruppe nur im Schneckentempo voran, mit Tempo 60 geht es über die Autobahn quer durch Deutschland, Österreich, Ungarn und bis nach Rumänien. Vor Ort teilen sich die Helfer dann auf Kleinbusse auf und verteilen sich überall im Land.

Die Gruppe aus Elmshorn bringt ihre Geschenke seit fünf Jahren in die selbe Stadt, nach Miercurea Ciuc im Nordosten Rumäniens. Dort haben sie dann zusammen mit sieben anderen Helfern drei Tage Zeit, 9000 Päckchen an Kinder in Schulen, Kindergärten und Kinderheimen zu verteilen. Mit im Team: Sarobter Demeter, die selbst ursprünglich aus Rumänien stammt, inzwischen in der Nähe von Elmshorn lebt und als Vermittlerin und Dolmetscherin fungiert.

Marc Peters zu Besuch in einer rumänischen Schule. Die Kinder haben für den Besuch Trachtenkleidung angezogen.
Marc Peters zu Besuch in einer rumänischen Schule. Die Kinder haben für den Besuch Trachtenkleidung angezogen. Foto: Privat
 

In einigen Schulen und Kindergärten geben die Helfer die Geschenke nur ab, in kleineren Einrichtungen sind sie selbst beim Auspacken dabei. „Die Kinder freuen sich über alles“, erzählt Peters. „Besonders glücklich sind sie, wenn auch noch ein Foto von dem Kind, das das Paket gepackt hat, beiliegt. Dann erzählen sie allen von ihrem Freund aus Deutschland.“ Die meisten Geschenkepacker aus Deutschland gäben sich unglaublich viel Mühe bei den Paketen. „Am besten ist es, wenn von allem etwas dabei ist“, sagt Peters. „Sowohl Spielzeug und Naschies, als auch Schulbedarf und Hygieneartikel.“

Falls ein Paket aber doch mal ein Reinfall sein sollte, haben die Helfer vorgesorgt: „Wir haben immer ein paar Playmobilfiguren und Süßigkeiten zum Auffüllen dabei“, sagt er. Für Peters ist es immer ein rührender Moment, zu sehen, wie sich die Kinder freuen. „Die Rückfahrt kommt einem dann mit den vielen schönen Erinnerungen im Kopf viel kürzer vor“, sagt er. Für den Familienvater steht jetzt schon fest: „Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.“

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