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Beiräte aus Stadt und Umland schlagen Alarm : Elmshorner Eltern fordern eine neue Schulen

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Eine neue Grundschule. Eine neue Gemeinschaftsschule. Die Schulelternbeiräte aus Elmshorn und dem Umland ergreifen die Initiative.

Elmshorn | Die Elmshorner Schulen sind schon heute rappelvoll – und  die Zahlen werden laut Schulentwicklungsplanung bis zum Jahr 2029 weiter steigen. Die Schulelternbeiräte aus Elmshorn und dem Umland schlagen  Alarm. Sie  fordern den Bau einer neuen Grund- und Gemeinschaftsschule in Elmshorn. „Da führt angesichts der Schülerzahlen kein Weg dran vorbei“, sagt  Torsten Lange vom Vorstand des Schulelternbeirates der Erich Kästner Gemeinschaftsschule. Der Neubau müsse kurzfristig realisiert werden. Eine zusätzliche Grundschule und eine zusätzliche Gemeinschaftsschule: Der Beschluss ist im „Forum  Schulelternbeiräte  Elmshorn und  Umland“ – dort sind auch die Gemeinden Kölln-Reisiek, Klein Nordende und Seester vertreten – einstimmig gefallen. Er wurde jetzt  der Stadt und dem Schulausschuss präsentiert. Eine Grundsatzentscheidung seitens der Politik  sei „unabdingbar“, heißt es  in dem Schreiben  der Schulelternbeiräte. Stadt und Politiker sollten sich zeitnah mit der Planung und Finanzierung befassen. „Im Rahmen der Schulentwicklungsplanung werden wir uns auch mit diesem Thema  auseinandersetzen“, verspricht Heike Rosemann, Amtsleiterin im Elmshorner Rathaus. Gut 6480 Jungen und Mädchen besuchen zurzeit die sechs öffentlichen Grund- und fünf weiterführenden Schulen in Elmshorn. Im Jahr 2029 sollen es schon 6732 sein.

Elternvertreter halten Schulneubau für „unabdingbar“

Eine neue Grundschule. Eine neue Gemeinschaftsschule. Die Schulelternbeiräte aus Elmshorn und dem Umland ergreifen die Initiative. „Aufgrund des prognostizierten Anstiegs der Schülerzahlen und der Tatsache, dass die Schulen bereits jetzt unter Raumnot leiden, halten wir diese Grundsatzentscheidung seitens der Politik für unabdingbar. Viele Grundschulen mussten bereits in den vergangenen Jahren Fachräume zu Klassenräumen umwandeln, und die Inklusion erfordert für alle Schularten andere Räumlichkeiten als vorhanden, denn veränderte Unterrichts- und Betreuungsformen benötigen andere und teilweise mehr Flächen.“ Das Schreiben an Stadt und Politik haben die Elternvertreter des Elsa-Brändström-Gymnasiums der KGSE, der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule, des Bismarckgymnasiums, der Grundschule Kölln-Reisiek, der Timm-Kröger-Schule und der Grundschule Klein Nordende/Lieth unterschrieben.

Der Hilferuf der Eltern ist die unmittelbare Folge der Schulentwicklungsplanung 2017 bis 2029 für die Stadt Elmshorn. Darin werden steigende Schülerzahlen prognostiziert – vor allem im Bereich der Grundschulen und der Gemeinschaftsschulen. „Ich gehe davon aus, dass wir sogar noch mehr Schüler verzeichnen werden, als es die Prognose heute ausweist“, sagt Torsten Lange vom Vorstand des Schulelternbeirats der Erich Kästner Gemeinschaftsschule. Schleswig-Holsteins größte Schule platzt schon lange aus allen Nähten. „Die Außenstelle am Ramskamp sollte aufgegeben werden. Auch die ist inzwischen voll“, sagt Lange. Die Planungen der Stadt seien längst überholt.

Fakt ist: Die Kapazitäten an einigen Einrichtungen sind ausgeschöpft. Und in Elmshorn und dem Umland hält der Bauboom unvermindert an. Das ist natürlich den Verantwortlichen im Rathaus bekannt. Deshalb hat die Stadt schon vorgeschlagen, die Kapazitäten an den beiden größten Elmshorner Grundschulen – Kaltenweide und Friedrich-Ebert-Schule – wieder auf fünf Züge zu erhöhen. Denn an den Grundschulen ist es besonders eng. Zudem haben Stadt und Politik ein Raumprogramm beschlossen, um alle Einrichtungen fit für die Zukunft zu machen.

Das alles reicht Lange aber nicht aus. „Angesichts der finanziellen Lage der Stadt werden Jahre vergehen, bis das Raumprogramm umgesetzt werden kann.“ Der große Wurf – den erhoffen sich die Elternvertreter, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. „Für die Finanzierung sind verschiedene Modelle denkbar.“ Und der Standort? Auch darüber hat sich Lange Gedanken gemacht: „Im Sanierungsgebiet. Da gibt es Flächen.“

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erstellt am 11.Jul.2017 | 14:00 Uhr

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