Elmshorn - zwischen Stadtvierteln, Stadtteilen und Stadtquartieren

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11. April 2012, 03:59 Uhr

Neulich, auf der Straße zwischen Pfahlkrug und Drei-Kronen, tauchte plötzlich eine Frage auf: Ist man hier eigentlich auf dem Weg von einem in den anderen Elmshorner Stadtteil? Nun, das hätte man sich natürlich auch auf der Strecke zwischen dem mongolischen Restaurant und dem Steakhaus am Hafen fragen können - oder zwischen dem Griechen auf Langelohe und dem Italiener am Grauen Esel. . .

Auf Langelohe? Am Grauen Esel? Das sind ja offenbar schon Stadtteilbezeichnungen - oder zumindest Namen von bestimmten Stadtgebieten. Gibt es denn richtige Stadtviertel in der Krück austadt - und wenn ja: wie viele?

Laut Internet - und dort speziell laut Wikipedia - besteht Elmshorn aus der Innenstadt sowie den Stadtteilen Sibirien, Siedlung, Langelohe-Hainholz, Klostersande, Köhnholz-Marsch, Fuchsberg und Lieth. Damit haben wir immerhin acht Stadtteile - und doch ist das Stadtgebiet so noch nicht vollständig abgedeckt.

Doch es gibt auch andere Zusammenstellungen und Benennungen: In einem städtischen Planungspapier heißt es: "Die Stadt Elmshorn gliedert sich in vier übergeordnete Stadtquartiere, die ihrerseits nochmals in Stadtteile unterteilt sind." Die Aufteilung der Stadt erfolge von Ost nach West entlang der Krückau und von Süd nach Nord entlang der Eisenbahnlinie. Dadurch entstehen die vier Quartiere, die in dem Papier "Kalten weide", "Langelohe/Hainholz", "Klostersande/Lieth" und "Mitte/Flamweg" genannt werden.

Ganz schön kompliziert, oder? Vor allem, wenn man weiter aufteilt und die sogenannten Stadtteile dazunimmt: Dann gehört zu "Kaltenweide" im Nordosten wohl Sibirien, Siedlung, Fuchsberg und das eigentliche Kaltenweide, zu "Langelohe/Hainholz" im Südwesten - wie der Name sagt - Langelohe und Hainholz sowie jetzt wohl auch der Graue Esel/Ramskamp, zu "Klostersande/Lieth" im Südosten Klostersande, Köhnholz-Marsch und Lieth sowie zu "Mitte/Flamweg" im Nordwesten die Innenstadt und das Gebiet bis einschließlich Hasenbusch. Unberücksichtigt bleibt dabei nur ein Dreieck im Norden der Stadt - nämlich das zwischen der Glückstädter und der Kieler Bahnlinie sowie Bullendorfer Weg/Grenzweg. Papenhöhe könnte man dieses Gebiet nennen nach der Hauptstraße, die es durchläuft.

Und wenn wir dann noch die Ortsbezeichnungen dazunehmen, die alte Elmshorner immer noch gern verwenden - Südpol beispielsweise oder Tivoli -, dann ist die Verwirrung komplett. Ein Glück, dass unsere Stadt in Wirklichkeit immer noch so überschaubar ist, dass sich auch Fremde und Neubürger schnell orientieren können - und selbst den Weg vom Italiener zum Griechen rasch finden!

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