Wittenberger Straße : Elmshorn: Weg unter der Brücke wird für Fußgänger und Radfahrer freigegeben

Landrat Oliver Stolz (links) und Bürgermeister Volker Hatje sind froh, dass eine Brücken-Lösung gefunden wurde.

Landrat Oliver Stolz (links) und Bürgermeister Volker Hatje sind froh, dass eine Brücken-Lösung gefunden wurde.

Kreis und Stadt haben Lösung gefunden. Zusätzliche Ampel nicht mehr nötig.

shz.de von
22. Juni 2018, 16:00 Uhr

Elmshorn | Genervte und aufgebrachte Bürger: Die Sperrung der Unterführung der neuen Brücke an der Wittenberger Straße für Fußgänger und Radfahrer hat in Elmshorn kaum jemand verstanden. Jetzt können sich die Elmshorner freuen. Der Weg unter der Brücke wird nun doch freigegeben – zumindest für Fußgänger. Radfahrer müssen absteigen. „Stadt und Kreis haben gemeinsam nach Lösungen gesucht und jetzt auch eine ganz praktische  Lösung gefunden“, betonte am Donnerstag Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje. Mit der Sperrung der Unterführung seien alle Beteiligten nicht zufrieden gewesen.

Problem war die Höhe

Das Problem: Die Höhe von 2,31 Metern reichte nicht aus, um die Unterführung freizugeben. 2,50 Meter wären nötig gewesen. „Durch die Anpassung von Neigungen und einer anderen Ausführung des Pflasters für die Oberflächenentwässerung kann zumindest eine für Fußgänger zulässige Durchgangshöhe geschaffen werden“, betonte  Landrat Oliver Stolz. Entscheidend für die Freigabe sei aber das Prüfergebnis des Kommunalen Versicherers, dieses Vorgehen mitzutragen. „Dieses Einverständnis liegt jetzt vor“, sagte  Stolz. Aus Haftungsgründen sei es aber nicht möglich, auch Fahrradfahrern die Durchfahrt unter der Brücke zu ermöglichen.

Die Arbeiten unter der Brücke laufen. Dort wird ein ebener Weg entstehen. Petra Langefeld vom Flächenmanagement der Stadt geht davon aus, dass die Unterführung ab Herbst genutzt werden kann. Auf die geplante zusätzliche Ampel an der Wittenberger Straße kann verzichtet werden. Kosteneinsparung für Kreis und Stadt: zirka 60.000 Euro.

Krückauwanderweg kann bald wieder genutzt werden

Der Weg unter der Brücke hindurch wird eben. Er ist dann nicht mehr abschüssig hin zur Krückau. Und auch nicht mehr aus Kopfsteinpflaster. Der Krückauwanderweg, der durch die Sperrung unterbrochen worden war, wird wieder nutzbar. „Dies dürften alle Verkehrsteilnehmer begrüßen“, sagte Landrat Oliver Stolz.

Die kleine Holzbrücke auf dem Krückauwanderweg wurde abgerissen. Sie soll erneuert werden.
Christian Brameshuber

Die kleine Holzbrücke auf dem Krückauwanderweg wurde abgerissen. Sie soll erneuert werden.

Die Bauarbeiter sind zurzeit  mit den  Pflaster- und Sicherungsarbeiten unterhalb der neuen Brücke an der Wittenberger Straße beschäftigt. „Zur  Krückau hin wird ein Absperrgitter errichtet“, betonte Petra  Langefeld , Leiterin des Flächenmanagements der Stadt Elmshorn. Auch Schilder werden aufgestellt. Die für Fußgänger vorgeschriebene Höhe wird erreicht. Radfahrer müssen in Zukunft absteigen und schieben. Wichtig: „Die Unterführung liegt im Überschwemmungsgebiet und wird damit – wie bisher – bei Hochwasser nicht  nutzbar sein“, sagte Kreissprecher Oliver Carstens.

Bevor der Weg in voller Länge nutzbar ist, muss noch eine Fußgängerbrücke über die Krückau, die Bestandteil der Zuwegung ist, erneuert werden. Die alte Holzbrücke war baulich in einem so schlechten Zustand, dass sie aus Gründen der Verkehrssicherheit abgebaut werden musste. Die Erneuerung  der Querung befindet sich laut Stadt derzeit in Planung. 

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen