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3161 Neubürger : Elmshorn wächst mit Zuwanderern

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Stadt steigert ihre Einwohnerzahl auf 49.785 Menschen. Die Jahresstatistik zeigt viele extreme Entwicklungen. Zum Beispiel, dass nur ein Baby in der Stadt geboren wurde.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Elmshorn wächst und wächst. Immer mehr Menschen zieht es in die Stadt. Zum sechsten Mal in Folge weist die Einwohnerstatistik am Jahresende ein Plus aus. 49.785 Menschen waren demnach mit Erstwohnsitz an der Krückau Ende 2013 gemeldet. Hauptgrund für den Anstieg ist ein Rekordwert. Noch niemals zuvor zogen so viele Menschen nach Elmshorn wie im vergangenen Jahr. Bei Geburten und Sterbefällen erreicht die Kommune hingegen Minusrekorde.

Elmshorn ist kräftig in Bewegung. Das zeigen die aktuellen Zahlen sehr anschaulich. Insgesamt 6000 Zu- und Wegzüge weist die Statistik aus dem Rathaus aus. Und diese Zahl ist nicht gerundet, sondern setzt sich zusammen aus 3161 Menschen, die Elmshorn als neuen Wohnort wählten und 2839 Personen, die der Krückaustadt den Rücken kehrten. Insgesamt ein Rekord – sowohl in den Einzelangaben als auch in Addition beider Zahlen. Den bisherigen Höchstwert erreichte Elmshorn im Jahr davor. Insgesamt gab es im Vergleichszeitraum (01/2012 bis 12/2012) 5746 Wechsel (2941 Zuzüge, 2805 Abgänge).

Ein anderes Extrem in der Statistik 2013 ist die Zahl der Sterbefälle: 575 Elmshorner mussten im vergangenen Jahr beerdigt werden. Höchststand der vergangenen zehn Jahre. 34 Menschen starben davon im vergangenen Dezember – Jahrestiefstand. Der Januar 2013 hingegen war der Monat mit den meisten Sterbefällen – 60 waren dies und diese Zahl markiert auch den Monatshöchststand seit der Jahrtausendwende.

Weder extrem hoch noch tief ist die Angabe der Geburten in 2013. 420 Babys wurden in Elmshorn angemeldet. Guter Durchschnitt im Vergleich mit den Vorjahren. Der Clou: Unter allen neuen Weltbürgern ist nur ein einziger echter Elmshorner, der in der Krückaustadt das Licht der Welt erblickte. Die geringste Geburtenzahl seit eh und je, aber erklärbar. Nach Schließung der Geburtenstation im Elmshorner Klinikum (2007) finden hier nur noch wenige Hausgeburten statt. 2011 waren noch elf Kinder in Elmshorn zur Welt gekommen, 2012 nur noch fünf Jungen und Mädchen. Und nun – 2013 – nur noch eine Geburt. „Ich gratuliere der Familie und wünsche dem einzigen echten Elmshorner aus 2013 alles Gute“, grüßt Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje.

Elmshorn wächst 2013 um 167 Personen. Ein Jahresplus von 0,34 Prozent. Die steigende Einwohnerzahl resultiert lediglich aus einem Zuwanderungsüberschuss, da das Saldo aus Geburten und Sterbefällen negativ ausfällt.

Allerdings wächst die Stadt nicht so schnell, wie allgemein erwartet wurde. Das scheint wenig wunderlich, da es kaum noch freien Wohnraum an der Krückau gibt. Die Großprojekte im Wohnungsbau im Bereich Sandberg, der Konrad-Struve-Straße oder im ehemaligen Kibek-Hochhaus können Elmshorn noch große Schübe bringen, um vielleicht schon im kommenden Jahr die 50.000er-Marke zu erreichen. Das hat kommunalpolitisch für die Stadt keine Auswirkung, aber psychologisch definiert dieser Wert Attraktivität und Stärke der Stadt sowie Region.

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