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Absage für Kreis-Vorschlag : Elmshorn verzichtet auf 20 Kitaplätze

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Stadt verzichtet auf 20 mögliche Plätze im Elementarbereich – damit in der geplanten, ersten Elmshorner Bewegungskita nicht ein Meter Bewegungsraum für die Kinder verloren geht.

Elmshorn | In Elmshorn zählt jeder Kita-Platz: Doch die Stadt verzichtet auf 20 mögliche Plätze im Elementarbereich – damit in der geplanten, ersten Elmshorner Bewegungskita nicht ein Meter Bewegungsraum für die Kinder verloren geht. 9:6 – im zuständigen Jugendausschuss wurde diese Entscheidung kontrovers diskutiert und knapp entschieden.

Mit ihrem Argument, dass nicht die Größe der Gruppenräume, sondern die Sporthalle, der Bewegungsraum und die Außenflächen die entscheidenden Kriterien für die Bewegungskita seien, konnte Amtsleiterin Heike Rosemann nur die CDU und einen Grünen überzeugen. SPD, FDP und zwei Grüne wollen an der bisherigen Planung festhalten. Es bleibt bei sieben Gruppen und somit bei 70 Elementar- und 35 Krippenplätzen.

Hintergrund: Die Pinneberger Kreisverwaltung hatte bei Durchsicht der von der Stadt vorgelegten Kita-Umbaupläne festgestellt, dass im Elementarbereich alle drei Gruppenräume größer sind als es die festgesetzten Mindeststandards vorschreiben. Zudem würde es noch zwei Besprechungs- und Therapieräume zusätzlich geben. Fazit: Eine vierte Elementargruppe mit 20 Plätzen könnte eingerichtet werden, ohne Standards zu unterschreiten.

Doch davon wollte eine knappe Mehrheit im Jugendausschuss nichts wissen. „Wir wollen lieber mehr Raum für die Kinder haben“, sagte Marcello Hagedorn (SPD). „An diese Mindeststandards, die irgendwann mal festgelegt worden sind, müssen wir uns nicht halten“, ergänzte Pascal Mangels (FDP). „Je größer eine Kindertagesstätte wird, desto schwieriger ist die Organisation“, betonte Susanne Harden von den Grünen. Dem Ansinnen des Kreises erteilte die Elmshorner Politik eine Absage. Damit verzichtet die Stadt auf Kita-Plätze – und auf Geld. Denn der Kreis fördert einen Kita-Platz mit bis zu 2000 Euro.

Spezielle Standards für Bewegungskindergärten gibt es laut Stadtverwaltung nicht. Mit dem Umbau und der Sanierung der Paul-Dohrmann-Schule – das Gebäude gehört der Stadt – soll im kommenden Jahr begonnen werden. Anfang 2019 soll die Kita dann in Betrieb gehen. Wie hoch die Investitionskosten sind, steht noch nicht fest.

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erstellt am 14.Jul.2017 | 16:00 Uhr

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