zur Navigation springen

Abriss im Gebiet Krückau-Vormstegen : Elmshorn trennt sich vom Schmuddel-Viertel

vom

Mit den Baggerarbeiten fällt der Startschuss fürs große Aufräumen im Sanierungsgebiet südlich der Krückau. Elmshorn möchte eine besonders heruntergekommene Ecke aufmöbeln.

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 09:11 Uhr

Elmshorn | Das soll aus Sicht der Stadtplanung jetzt der "wirkliche Startschuss für die Umgestaltung des Sanierungsgebiets Krückau-Vormstegen" sein: Auf dem Grundstück an der Berliner Straße 18 wird die ehemalige Videothek abgerissen. Die Stadtverwaltung macht auf diese Art und Weise erstmals einen sichtbaren Schritt in Richtung Neugestaltung des Quartiers südlich der Krückau. "Endlich können wir anfangen", kommentierte Elmshorns Stadtrat Volker Hatje die Abrissarbeiten auf Vormstegen.
Mit dem etwa 30.000 Euro teuren Abriss wird der Weg für eine Zwischennutzung des angrenzenden Gebäudes an Schlossstraße frei. In dem alten Industriebau, der sich von der Berliner Straße (früher Elektrogeschäft "Citastrom") bis zur südlichen Knechtschen Halle erstreckt, soll in einem etwa 125 Quadratmeter großen Raum Platz für kulturelle Nutzungen geschaffen werden. Der Bau eines notwendigen, hinteren Notausganges aus diesem Raum wird durch den Abriss des 1973 errichteten Flachdachbaus möglich. Auf dem freien Platz könnten dann auch sanitäre Anlagen für die Nutzer und Besucher des Raumes aufgestellt werden.

Einige Häuser sollen bleiben

Die Stadt konnte jetzt aktiv werden, weil der Kauf des Eckgrundstücks Berliner Straße / Schlossstraße unter Dach und Fach ist. Elmshorn hat das insgesamt 2900 Quadratmeter große Areal gekauft. Das zweigeschossige Eckhaus mit dem leerstehenden ehemaligen Elektrogeschäft und der früheren Diskothek "Traumraum" darüber, soll erhalten bleiben. Die eingeschossige Verlängerung des insgesamt 1900 Quadratmeter Grundfläche umfassenden Gebäudekomplexes an der Schlossstraße möglichst auch. In diesem Bereich befindet sich im sogenannten "Kranhaus" der Raum, der für kulturelle Zwecke hergerichtet werden soll. Der Stadt stehen insgesamt rund sechs Millionen Euro Städtebauförderungsmittel für den Kauf von stadtplanerisch wichtigen Grundstücken im Sanierungsgebiet zur Verfügung. Dies ist das erste, das jetzt der Stadt Elmshorn gehört.
Der Preis - bezahlt aus den Städtebauförderungsmitteln - wird nicht bekanntgegeben. Die Stadt hat sich auf Basis einer Bewertung des Gutachterausschusses des Kreises Pinneberg mit dem Eigentümer geeinigt. Auch das Gelände mit dem Post-Gebäude hat die Stadt gekauft, ist aber noch nicht im Grundbuch als Besitzerin eingetragen.
Wie das Gelände zwischen Berliner Straße und Knechtsche Hallen konkret genutzt werden soll, steht noch nicht fest. Die Stadt will das Areal nur zwischenzeitlich nutzen und es später wahrscheinlich an einen Investor verkaufen. Jetzt werden erst einmal zusammen mit dem Freundeskreis Knechtsche Hallen kulturelle Nutzer für den Raum im Kranhaus gesucht, um den Stadtteil von hier aus mit Leben zu füllen. Ein Termin für interessierte Nutzer wird in Kürze bekanntgegeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen