Schwimmen : Elmshorn startet mit viel Getöse in die Freibadsaison

Mit einer Pool-Party startet die Saison im Elmshorner Freibad.
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Mit einer Pool-Party startet die Saison im Elmshorner Freibad.

Auftakt in Elmshorn: Mit dabei sind nicht nur zahlreiche Kinder, sondern auch Freiwasserschwimmerin Anja Krieg.

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11. Mai 2018, 16:15 Uhr

Elmshorn | „Ich werd’ Bahnen schwimmen ohne Ende“, kündigt ein ungefähr Zehnjähriger am Eingang an. „Bahnen schwimmen? Ich werd’ rutschen“, antwortet sein Freund. Die beiden bezahlen ihren Eintritt und gehen zum ersten Mal in diesem Jahr ins Elmshorner Freibad. An Himmelfahrt startet die Saison auf der Sommerinsel, so heißt das Bad am Krückaupark.

Bei schwülem Wetter läuft der Start gut an: Um kurz nach 13 Uhr sind schon knapp 300 Gäste gekommen. „Wir rechnen mit 900“, gibt sich Jürgen Gerweler optimistisch, der Badebetriebsleiter bei den Stadtwerken Elmshorn. Als er seine forsche Prognose abgibt, sticht die Sonne noch, vom anderen Ende des Sportbeckens tönt laute Musik herüber. Dort bringen Animateure mehrere Dutzend Kinder und Jugendliche in Schwung. Eine Stunde später zieht der erste Schauer auf.

Neu im Freibad: eine Familien-Lounge

Bis dahin berichtet Gerweler, was in diesem Jahr alles neu ist im Freibad. „Wir schaffen eine Familien-Lounge“, sagt er und präsentiert den neu gestalteten Bereich am Babybecken. Ein großes Sonnensegel über dem runden Becken schützt die Haut der Kleinkinder, Fallschutzmatten vermindern die Verletzungsgefahr, neu gepflanzte Bäume sollen ab der kommenden Saison Schatten spenden. „Auf den Bereich bin ich echt stolz“, schwärmt Gerweler.

Nebenan liegt der Spielplatz für etwas ältere Kinder. Der wurde im Winter erweitert: Schaukeltiere, Wippe, Twister eine Wasserburg und mehr Geräte laden dort zum Toben ein.

Um Sicherheit geht es bei anderen Maßnahmen: Die Treppenstufen zum Start der Rutsche sind erneuert und jetzt rutschhemmend ausgeführt, an den Tischtennisplatten und Schachfeldern wurden Fallschutzmatten ausgelegt anstatt Betonplatten. Im Sportbecken hat die Kindermeute inzwischen den Aquatrack geentert, ein Großwasserspielgerät. Für die Party ist das halbe Sportbecken abgesperrt, in der anderen Hälfte schwimmt Anja Krieg. „Heute habe ich endlich frei und kann endlich ins Wasser!“ Die junge Frau aus Osterhorn trägt beim Kraulen Tennisbälle in den Fäusten: „Das ist richtig schwierig!“ Anja Krieg macht Krafttraining fürs Freiwasserschwimmen, Langstreckenrennen in Seen oder im Meer. In diesem Jahr will sie beim Förde-Crossing mitmachen, einem Wettbewerb über 3,3,  Kilometer. 60 bis 75 Minuten wird sie für die Strecke brauchen, schätzt sie. Die Saison über wird sie ein bis zwei Mal pro Woche im Elmshorner Freibad schwimmen, dazu kommen Trainingseinheiten im Verein und im Studio.

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