Neuauflage vom Integrationskonzept : Elmshorn setzt auf Integration

„Auch die Bürger sind aufgerufen mitzugestalten. Das ist uns  wichtig,“ sagt Allegra Telkeab von der Koordinationsstelle Integration.
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„Auch die Bürger sind aufgerufen mitzugestalten. Das ist uns wichtig,“ sagt Allegra Telkeab von der Koordinationsstelle Integration.

Konferenz soll Elmshorner Konzept aus dem Jahr 2009 fortschreiben.

shz.de von
22. Juli 2015, 12:00 Uhr

Elmshorn | Beim Thema Integration ist Elmshorn ganz vorn dabei. Profis und Ehrenamtliche kümmern sich intensiv darum, dass Flüchtlinge, Zuwanderer und Bürger mit Migrationshintergrund ihren Platz in der Gesellschaft finden. Seit 2009 gibt es in Elmshorn ein Integrationskonzept. Darin sind Handlungsfelder und Strukturen festgelegt. Jetzt muss das Programm überprüft und weiterentwickelt werden. Eine Integrationskonferenz soll die Neuauflage erarbeiten. Termin für die Auftaktveranstaltung der Konferenz ist der 12. September.

Die wachsende Zahl der Flüchtlinge aus Krisengebieten stellt die Stadt Elmshorn vor Probleme, die nur im Zusammenspiel aller Institutionen gelöst werden können. Wie das am besten funktionieren könnte, sollen die Konferenzteilnehmer erörtern. Dabei setzt Allegra Tekleab von der Koordinationsstelle Integration im Rathaus nicht nur auf die Kompetenz professioneller Einrichtungen. „Auch die Bürger sind aufgerufen mitzugestalten. Das ist uns wichtig“, sagt sie.

Die Arbeit mit Flüchtlingen soll ein Aspekt der Konferenz sein. Grundsätzlich sollen aber alle Bereiche der Integration weiterentwickelt werden. Arbeitsgrundlage ist das Konzept aus dem Jahr 2009, das die Themen bürgerliches Engagement, frühkindliche Bildung und Erziehung, Schule und Ausbildung, Kinder und Ausbildung, soziale Dienste, Arbeit und Beruf und Gesundheit behandelt. Die Konferenzteilnehmer wollen prüfen, was in diesen Bereichen umgesetzt wurde und wo nachgebessert werden muss.

Drei Monate Zeit um Themenfelder festzulegen

Nach der Auftaktveranstaltung im September haben die Teilnehmer in Arbeitsgruppen drei Monate Zeit, um ihr Themenfeld zu sondieren und Ergebnisse festzulegen. Ende des Jahres will die Stadt die Resultate der Konferenz präsentieren.

Die Arbeitsgruppen sollen offen für Haupt- und Ehrenamtliche sein. Geplant sind Gruppen unter anderem zu den Bereichen Sprachbildung, Bildung und Kultur, Flüchtlinge und Menschen ohne Papiere, Anti-Diskriminierung, Interreligiöser Dialog sowie Sport und Freizeit. Die Elmshorner Bürger sollen die Chance bekommen, Anregungen für die Arbeit der Konferenz schriftlich an die Koordinationsstelle Integration im Rathaus zu richten.

Die Umsetzung der Konferenz kostet die Stadt voraussichtlich 3000 Euro. Der zuständige Ausschuss für Gleichstellung, Soziales und Sicherheit hat die Ausrichtung bereits beschlossen und dafür plädiert, das Geld im Haushalt der Stadt bereitzustellen.

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