Vier Standorte : Elmshorn schafft Wildblumen-Wiesen: Wo es bald summt und brummt

Die Kreuzung Wedenkamp/Deichstraße in Elmshorn mit der Käpten-Jürs-Brücke im Vordergrund: Die Wildblumen-Wiese soll auf dem Grünstreifen vor dem Wohnblock am Wedenkamp entstehen (oben).
Die Kreuzung Wedenkamp/Deichstraße in Elmshorn mit der Käpten-Jürs-Brücke im Vordergrund: Die Wildblumen-Wiese soll auf dem Grünstreifen vor dem Wohnblock am Wedenkamp entstehen (oben).

Die Stadt engagiert sich beim Schutz von Insekten in der Natur und will für sie einen besseren Lebensraum schaffen.

shz.de von
21. Juli 2018, 16:39 Uhr

Elmshorn | Die Stadt Elmshorn engagiert sich beim Schutz von Insekten in der Natur: Auf einer Fläche von etwa einem Hektar will die Verwaltung mit der Aussaat von heimischen Wildblumen „optimierte Lebensbedingungen“ für Insekten schaffen. Vier städtische Flächen werden zurzeit als mögliche Standorte geprüft. Auch mit der Gestaltung einiger kleinerer Flächen entlang der Straßen soll ein Beitrag zum Insektenschutz geleistet werden, von dem das Stadtbild profitiert.

Beim Projekt soll eine spezielle Saatmischung zum Einsatz kommen. Sie soll noch in diesem Jahr auf den Flächen ausgebracht werden.

Konkret geht es bei dem Vorhaben um folgende Flächen:

  1. um eine Rasenfläche an der Kreuzung Wedenkamp/Deichstraße
  2. eine Fläche im Rosengarten
  3. ein Areal an der Lerchenstraße
  4. und um Flächen entlang des Verbindungsweges zwischen der Königsberger Straße und der Elbinger Straße

Das Saatgut wird vom Verband für Landschaftspflege gestellt. „Auf welchen Flächen wir bereits in diesem Jahr aussähen können, hängt davon ab, wie viele im Förderbescheid aufgenommen werden“, sagt Thomas Miller, der beim städtischen Flächenmanagement für die Grünflächen verantwortlich ist. Grundsätzlich sei die Entscheidung für alle vier Flächen jedoch positiv ausgefallen, so Miller. Sollten nicht alle Flächen gefördert werden können, werden sie im kommenden Jahr erneut beantragt.

Wildblumen als Schutz für bedrohte Insekten

„Viele der Wildblumen blühen nicht unbedingt spektakulär“, sagt Miller, „aber sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Insektenarten“. Auch abseits der geplanten Wiesen versuchen die Elmshorner Stadtgärtner attraktive Flächen für Insekten – und Menschen – zu schaffen.

„Wir nutzen kleine Flächen entlang von Straßen und im Kreisverkehr, um insektenfreundliche Staudenbeete anzulegen“, sagt Miller, der bei der Gestaltung häufig Vorschläge der Vorarbeiter umsetzt. So blühen unter anderem die Kreisverkehre auf Langelohe und am Ramskamp das Jahr hindurch. Beete sind auch entlang der Gerberstraße oder am Moltkeplatz attraktiv bepflanzt.

Bereits 2019 sollen die ersten insektenfreundlichen Wiesen der Stadtverwaltung Elmshorn erblühen. „Wir können allerdings nur einen kleinen Beitrag in Sachen Insektenschutz leisten“, sagt Miller – wichtig sei ein überregionales Engagement, das auch große Flächen einbezieht.

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