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„Das volle Brett“ : Elmshorn rockt – trotz zweier Pannen

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

„Mary Jane killed the Cat“ beendete ihre Deutschlandtour im Haus 13. Im Kranhaus gab es am Sonnabend Musik der härteren Art.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2016 | 13:00 Uhr

Elmshorn | Dass Rockmusik in Elmshorn mittlerweile einen hohen Stellenwert besitzt und im wahrsten Sinne des Wortes auch intensiv gelebt wird, wurde erneut am vergangenen Wochenende deutlich. Gleich an zwei Spielstätten in der Innenstadt wurden jeweils Licht- und Soundanlagen in Betrieb genommen, um den Fans aus der Krückaumetropole jeweils „das volle Brett“ zu liefern. Los ging es bereits am Freitag mit dem ersten von zwei Auftritten der auf der Erfolgsleiter stetig nach oben kletternden Lokalmatadoren „Mary Jane killed the Cat“ (MJKTC) im Haus 13 an der Adolfstraße.

Das energiegeladene Quartett wollte dort mit zwei Konzerten seine jüngst absolvierte Deutschland-Tour abschließen, was nicht nur von den zahlreichen Anhängern positiv aufgenommen wurde, sondern sogar beim NDR-Fernsehen auf Interesse stieß, das ein Kamerateam vorbeischickte, um einen Beitrag über die Band für das Schleswig-Holstein-Magazin am Sonnabend anzufertigen.

Mehr als ein Dutzend Termine umfasste der Tourplan von MJKTC, der sie unter anderem nach Kiel, Köln, Berlin, Fulda und Osnabrück führte, wo sie überall mit ihrem kraftvollen Sound punkten konnten und ihre Anhängerschaft vergrößerten. Schließlich in ihrer Heimatstadt angelangt, zeigten die Jungs aus Elmshorn auch beim Finale keinerlei Ermüdungserscheinungen und lieferten an den zwei aufeinander folgenden Tagen jeweils durchweg überzeugende Auftritte, bei denen sich auch die Songauswahl (unter anderem spielten sie „Ghost 2.0“, „Still haven’t found“, „Echoes“ und „Volcano“) als gelungen erwies. Die Fans bedankten sich mit viel Applaus und gaben somit ihrer Hoffnung Ausdruck, bald weitere Konzerte mit MJKTC in Elmshorn erleben zu dürfen.

Energiegeladen und laut: Die Hamburger Band „Interra“ bot „Modern Melodic Deathmetal“ im Kranhaus.
Energiegeladen und laut: Die Hamburger Band „Interra“ bot „Modern Melodic Deathmetal“ im Kranhaus. Foto: Marek
 

Ebenfalls ein intensives Paket an rockiger Unterhaltung war am Sonnabend im Kranhaus an der Schlossstraße angesagt, wo es in die nächste Runde der Veranstaltungsreihe „Rock im Kranhaus“ ging. Allerdings verlief der Abend nicht so reibungslos wie geplant. Angesagt waren drei Bands der härteren Gangart – „Violand“ (Metal) aus Flensburg, „Until ‚We’ Die“ (Death/Metalcore) aus Brunsbüttel und „Interra“ (Modern Melodic Deathmetal) aus Hamburg –, die ab 19 Uhr das Kranhaus rocken sollten. Doch es kam anders: „Violand“ mussten aufgrund eines Motorschadens während ihrer Fahrt nach Elmshorn kurzfristig ihren Auftritt absagen, so dass die ohnehin nur sehr spärlich besuchte Veranstaltung erst gegen 20 Uhr startete.

Trotz Pannen: Morbid (v. l.), Tom und Jenna waren bei „Rock im Kranhaus“ bestens gelaunt.
Trotz Pannen: Morbid (v. l.), Tom und Jenna waren bei „Rock im Kranhaus“ bestens gelaunt. Foto: Marek
 

Doch damit nicht genug: Die Performance der zweiten Gruppe, „Until ‚We’ Die“ wurde nach knapp 30 Minuten abgebrochen – technischer Gitarrenschaden. „Das ist wirklich dumm gelaufen“, erklärte ihr Sänger Daniel gegenüber unserer Zeitung. „Wir haben sonst immer Ersatzgitarren dabei, doch heute leider nicht. Sie liegen trocken und sicher daheim im Übungsraum“.

Das Angebot der Band „Interra“, die im Anschluss ihr Set komplett durchrocken konnte und die anwesenden Fans mit einer soliden Show ein wenig entschädigte, eine Gitarre für den Restauftritt zu leihen, konnte nicht genutzt werden. „Die Jungs verwenden nur siebensaitige Gitarren. Die kann unser Gitarrist leider nicht spielen“, sagte Daniel ein wenig frustriert. Doch wo viel Schatten ist, ist auch Licht: Die sympathischen Rocker aus Brunsbüttel werden ihren Auftritt im Kranhaus wiederholen – und zwar während des großen Open-Air-Festivals, das für den 4. Juni organisiert wird.

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