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Elmshorner Nachrichten

15. Dezember 2017 | 04:12 Uhr

Orkan „Niklas“ : Elmshorn räumt auf

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Heftiger Regen und starker Sturm: Elmshorn ist diesmal mit einem blauen Auge davongekommen. Helfer hatten dennoch viel zu tun.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Sturm „Niklas“ hat in Elmshorn zwar auch gewütet, doch im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland verlief das Unwetter an der Krückau relativ glimpflich. Dennoch mussten 45 freiwillige Helfer der Feuerwehr Elmshorn insgesamt 28 Mal anpacken, um Sturmschäden zu beseitigen und Gefahren abzuwenden: Dachziegel hatten sich genauso gelöst wie ein Vordach, zumeist mussten aber abgeknickte Bäume und abgebrochene Äste im gesamten Stadtgebiet aus dem Weg geräumt oder vorsorglich abgesägt werden.

Einer der größten Einsätze musste auf Kaltenweide bewältigt werden, bei dem vor allem Mitglieder des Technischen Hilfswerk (THW) Elmshorn gefordert waren: Ein älterer großer Baum, der gesundheitlich bereits angeschlagen war, kippte im Sturm um und musste fachgerecht beseitigt werden.

Insgesamt waren Dienstag und auch noch gestern gut 30 THW-Helfer bei mehreren Einsätzen aktiv. So waren abgeknickte Bäume wegzuräumen, darunter auch einer, der auf die Fahrbahn der Autobahn 23 gefallen war. Gestern musste zudem ein abgedecktes Flachdach bei den Köllnflockenwerken gesichert und notdürftig repariert werden, weil sich wichtige technische Einrichtungen – unter anderem zur Stromversorgung der Rettungsleitstelle – unter dem Dach befinden.

Das Regenwasser, das aufgrund des anhaltenden Westwindes kaum abfließen konnte, staute sich nochmals kräftig in der Krückau, den Kanalleitungen und den Rückhaltebecken der Stadt – es kam aber nicht zu Überschwemmungen. Vor allem die neue, knapp 250  000 Euro teure Auslegung des 1986 angelegten Sees im Steindammwiesenpark als Pufferbecken habe sich, so hieß es bei der Stadtentwässerung, „auf jeden Fall bewährt“. Mit den zwei neuen, computergesteuerten Wehren konnte der See gezielt bis zum Rand gefüllt und der Wasserstand erst später wieder gesenkt werden. Dadurch wurde in dem Umlaufgraben rund um den See der Weg für das Regenwasser aus der Stadt entlastet. Über den Graben und seine Zuläufe wird Regenwasser aus einem großen Gebiet abgeführt, das nicht nur die Stadtteile Langelohe und Hainholz mit umfasst. Selbst Regenwasser, das aus dem Rückhaltebecken am Adenauerdamm kommt, fließt über Hainholz bis zum Krückauzulauf zwischen Bahnlinie und Holz-Junge.

Vor dem Bau der neuen Wehre drückte das Wasser aus dem See zusätzlich in den Ablauf – heute hält das Gewässer stattdessen etwa 5000 Kubikmeter Regenwasser zurück. Ein normales Pufferbecken in dieser Größenordnung hätte im Stadtgebiet 750.000 bis 1,2 Millionen Euro gekostet.

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