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Außergewöhnlicher Auftakt : „Elmshorn liest“ begann mit Film

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Auftaktveranstaltung im Kranhaus. Stadtrat Dirk Moritz warb bei der Eröffnung für das Buch „Fast genial“ von Benedict Wells.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2015 | 16:15 Uhr

Elmshorn | „Lesen Sie das Buch, es wird spannend!“ Zum Auftakt der Aktion „Elmshorn liest“ warb Stadtrat Dirk Moritz am Mittwoch leidenschaftlich für das Buch, das in diesem Jahr im Mittelpunkt steht: „Es ist ein tolles Buch, das ich sehr gern gelesen habe.“ „Fast genial“ heißt das Werk von Benedict Wells, das in diesen Tagen an mehreren Orten der Stadt vorgelesen wird oder als Anlass für Veranstaltungen dient.

Bis morgen gibt es noch die Gelegenheit, das Buch aus verschiedenen Perspektiven kennen zu lernen. Höhepunkt der Lesetage wird am Sonnabend sein, wenn mittags um 12 Uhr der Autor selbst in der Sparkasse aus seinem Text liest – bei freiem Eintritt.

Zum sechsten Mal konzentriert sich in diesem Jahr Elmshorn einige Tage lang auf ein einziges Buch; organisiert wird diese Aktion von der Stadt, unterstützt von der Bücherei, der Buchhandlung Heymann, dem Börsenverein des norddeutschen Buchhandels und dem Literarischen Quartett, als Medienpartner sind die Elmshorner Nachrichten dabei.

Zur Einstimmung zeigten die Organisatorinnen am Mittwochabend einen Film. In der kanadischen Komödie „Starbuck“ geht es um einen Samenspender, der nach 20 Jahren damit konfrontiert wird, dass 142 junge Leute, die mit seinem Sperma gezeugt wurden, seine Identität erfahren möchten. Protagonist David Wozniak scheitert zwar gerade an seinem eigenen Leben, erliegt allerdings der Versuchung, als unbekannter Schutzengel ins Leben seiner Nachkommen einzugreifen. Und weil „Starbuck“ eine Komödie ist, gelingt ihm alles und er versöhnt sich auch gleich mit seiner vernachlässigten Freundin, die gerade von ihm schwanger ist. Sehr zuckrig das Ganze, Stoff für einen Pantoffelabend, den sich im Kranhaus 32 Besucher gönnten.

Vaterschaft via Samenbank

Den Bogen zum Buch bildet das Thema Vaterschaft via Samenbank. Die Frage eines groß gewordenen Retortenbabys: „Wer ist mein Vater?“, bietet natürlich reichlich Material für Entwicklungsromane, das Suchen nach den eigenen Ursprüngen lässt sich auch als Road Movie inszenieren. Diesen Weg ist Wells in seinem Roman gegangen, er lässt seinen Protagonisten als jungen Mann mit zwei Begleitern quer durch die USA reisen. Als Hintergrund nimmt er dabei eine Samenbank zur Züchtung von Genies, die tatsächlich existierte. Auch für die Zeichnung seines Protagonisten griff Wells auf einen wahren Fall zurück.

Heute gibt es noch zwei Gelegenheiten, sich in Elmshorn aus „Fast genial“ vorlesen zu lassen: um 15.30 Uhr im Roten Pavillon auf dem Gelände des Krankenhauses und um 17 Uhr in der Bücherstube in Hainholz; der Eintritt ist jeweils frei.

Heute Abend wird die Line-Dance-Gruppe der Elmshorner Volkshochschule die literarische Reise Wells’ durch die USA zum Anlass nehmen, um ihre amerikanischen Tänze vorzuführen. Ab 19 Uhr laden die „Lucky Boots“ zum Zugucken und Mitmachen ein in die Königsklasse, Mühlenstraße 31. Auch hier ist der Eintritt frei.

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