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Elmshorner Nachrichten

17. Dezember 2017 | 09:19 Uhr

Elmshorn: Kran sorgt für Stromausfall

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

In weiten Teilen der Stadt ging stundenlang gar nichts

Schwarze Computermonitore, stumme Radios und kalte Herdplatten sorgten gestern für Missmut in Elmshorn und den umliegenden Gemeinden. Ein mächtiger Stromausfall legte zeitweise die ganze Region lahm. Der Blackout war die Folge eines Unfalls mit einer Hochspannungsleitung im Quartier Hasenbusch. Dort hatte ein Hubsteiger (eine Art Kran mit Arbeitsbühne) gegen 13.30 Uhr eine 110 000 Volt-Leitung berührt – es kam zu einer Notabschaltung. Infolgedessen waren Tausende Haushalte, Unternehmen und Verwaltungen mehr als eine Stunde ohne Strom. Die Kreisverwaltung rief Hilfskräfte von THW, Feuerwehr, Polizei und Leitstelle zum Not-Einsatz.

Um 13.32 Uhr klingelten im Rendsburger Büro des Netzbetreibers Eon die Alarmglocken. Kurzschluss in Elmshorn – Notabschaltung der 110 000-Volt-Leitung, die im Bereich Hasenbusch verläuft. Das Umspannwerk der hiesigen Stadtwerke bekam daraufhin keinen Saft mehr. Tod, aus, nichts ging mehr. Auch hier sorgten die Notfalleinrichtungen für eine sofortige Abschaltung des Netzes. Nur in Teilbereichen Elmshorns, vor allem im Westen, gab es noch Energie. Allerdings sorgte der Unfall auch dort für Stillstand bei der Arbeit und Schäden in elektronischen Geräten.

Der Osten Elmshorns war jedoch besonders hart getroffen. Sämtliche Ampeln fielen aus, Tankstellen konnten keinen Sprit verkaufen, Supermärkte mussten schließen. Energie hatten nur Unternehmen, die über eigene Notstromversorgungen verfügten. Wie im Elmshorner Krankenhaus. Dort funktionierten die Notfallmaßnahmen einwandfrei. Leben waren nicht in Gefahr.

Der Ausfall hatte Auswirkungen bis an die Hamburger Landesgrenzen. Durch den Kurzschluss im Hochspannungskabel rauschte eine Energiewelle durch Leitungen der ganzen Region. Überall im Kreis flackerten die Lampen. Hier und da flogen Sicherungen heraus.

Erst gegen 15.30 Uhr konnten die Einsatzkräfte Entwarnung melden. Nahezu flächendeckend war wieder Strom vorhanden, berichtet Marc Trampe, Pressesprecher der Kreisverwaltung. Einige Haushalte hatten jedoch Pech. Sie mussten noch mehrere Stunden ohne Energie auskommen. Seite 3

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