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Elmshorner Nachrichten

17. Dezember 2017 | 09:39 Uhr

Elmshorn: Kein Platz für Dorfclubs?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Sporthallen Stadt regelt Vergabe von Zeiten neu

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2016 | 16:00 Uhr

Seit mehr als 40 Jahren nutzen die Spieler des Tischtennis-Clubs Seeth-Ekholt in Elmshorn die Sporthalle der Grundschule Hainholz als Trainings- und Wettkampfstätte. Nun befürchten Lokalpolitiker und Sportler aus der Elmshorner Nachbargemeinde, dass damit am 30. Oktober Schluss sein könnte. Die Stadt Elmshorn hat den Nutzungsvertrag gekündigt – aber nicht nur den mit dem TTC Seeth-Ekholt, sondern die Vereinbarungen mit allen Vereinen und Organisationen, die eine der städtischen Sportstätten nutzen. Die Stadt will die Vergabe der begehrten Hallenzeiten neu regeln und ordnen. „Das ist auch angezeigt, weil es bei den Vereinen zu vielen Verschiebungen gekommen ist“, sagt Stadtrat Dirk Moritz. Derzeit sei vieles Flickschusterei.

Der Stadtrat verweist auf die im Februar vom Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule und Sport neu beschlossenen Richtlinien zur Vergabe städtischer Sportstätten. Aber gerade die sind es, die in Seeth-Ekholt CDU-Gemeindevertreter Peter Sahlmann, selbst auch aktiver Tischtennisspieler im TTC, die Sorgenfalten ins Gesicht treiben. In den Richtlinien heißt es nämlich unter Punkt 1.5: „Eine Hallenvergabe erfolgt vorrangig an Nutzergruppen, die ihren Sitz in Elmshorn haben.“ Heißt im Umkehrschluss: Für Vereine aus der Nachbarschaft bliebe nur Platz, wenn nicht alle Zeiten vergeben sind. „Das finde ich auch richtig“, so Moritz, der diese Vorgabe der Politik umzusetzen hat.

Allerdings ist Seeth-Ekholt die einzige Gemeinde mit einem Sportverein, die keine eigene Halle hat. Dessen Bürgermeister Michael Rosenthal sagte angesichts der Tatsache, dass viele TTC-Mitglieder nicht aus Seeth-Ekholt kommen: „Wir sehen uns als Elmshorner Verein.“

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