Weltmarktführer Capol : Elmshorn ist in aller Munde

Geschäftsführer Dr. Matthias Seemann vor den Tanks auf dem Geschäftsgelände in Elmshorn.
1 von 3
Geschäftsführer Dr. Matthias Seemann vor den Tanks auf dem Geschäftsgelände in Elmshorn.

Die Capol GmbH ist Weltmarktführer bei der Veredelung von Süßwaren. Das Unternehmen will den Umsatz in 2014 auf mehr als 30 Millionen Euro steigern.

23-28223291_23-99733131_1532513994.JPG von
18. März 2014, 12:00 Uhr

Weingummi, Schokoriegel und Zuckerwaren – keine dieser Süßigkeiten kommt ohne Oberflächenbehandlung aus. Und da kommt die Elmshorner Capol GmbH ins Spiel. Sie ist Weltmarktführer bei der Veredelung von Süßwaren. Mit seinen Produkten sorgt das Unternehmen zum Beispiel dafür, dass die berühmten Goldbären von Haribo nicht verkleben und die Mars-Riegel schön ansehnlich glänzen. Auch Konzerne wie Mondelez, Storck, Nestlé und Lindt gehören zu den Kunden. Capol-Produkte sorgen nicht nur für Glanz oder beugen der Verklebung vor, durch spezielle Oberflächenbehandlungen werden Produkte auch vor dem Austrocknen oder vor Feuchtigkeit geschützt. Nur 0,0001 Millimeter dick sind die Überzüge der Elmshorner.

Die vergangenen Jahre waren äußerst erfolgreich für das Unternehmen. Geplant ist, dass der Umsatz in diesem Jahr erstmals mehr als 30 Millionen Euro beträgt, noch 2008 lag er bei 16,2. Auch die Zahl der Mitarbeiter soll weiter ausgebaut werden. Ende 2014 sollen an den drei Standorten in Elmshorn, Cheshire (England) und Chicago (USA) insgesamt 62 Mitarbeiter beschäftigt sein – 52 davon am Hauptsitz in der Otto-Hahn-Straße. „Wir wollen weiter wachsen“, sagt Geschäftsführer Dr. Matthias Seemann.

Wegen des starken Wachstums in den vergangenen Jahren ist für 2015/2016 eine neue Produktionsstätte geplant. Ob diese in Elmshorn angesiedelt oder womöglich in den USA errichtet wird, sei noch unklar. Allerdings gebe es gute Argumente für einen Produktionsstandort in Amerika. „Die USA sind mit einem Anteil von 28 Prozent mit Abstand unser größter Absatzmarkt. Durch die Produktion dort würden Zoll- und Transportkosten reduziert“, erläutert Seemann.

Der enorme Zuwachs in den vergangenen Jahren ist laut Seemann einer strategischen Entscheidung zu verdanken. 2008 hat Capol den Vertrieb seiner Produkte selbst übernommen. Inzwischen kommen die Glanz- und Trennstoffe weltweit in 69 Ländern zum Einsatz. Geplant sei, neben den Vertriebsbüros in England und den USA ein weiteres im asiatischen Raum zu eröffnen. „Dort sehen wir große Wachstumspotenziale“, so der Geschäftsführer.

Rund 250 Produkte hat Capol im Angebot. „Wir müssen auf verschiedenste Produktionsgegebenheiten reagieren. Es ist ein großer Unterschied, ob ein Unternehmen Schokolade in Deutschland oder in Indonesien mit hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit produziert“, erläutert Seemann.

Wachstumspotenzial sieht der Geschäftsführer in den nächsten Jahren vor allem im Segment der Nahrungsergänzungsmittel. Die Zahl werde immer größer. Aber auch im Bereich Haustiernahrung erwartet er deutlich höhere Umsätze. „Für viele Menschen sind Hund oder Katze Partnerersatz. Sie wollen nicht nur, dass es ihrem Liebling gut schmeckt, sondern es soll auch gut aussehen – und da kommen wir wieder ins Spiel“, sagt Seemann.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen