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Betreuung der Grundschulkinder : Elmshorn gibt Hortgruppen auf

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Elmshorn krempelt das bisherige System um: Die Schüler werden bald nur noch an Grundschulen betreut und nicht mehr in Hortgruppen.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Elmshorn | Die Stadt Elmshorn stellt die Weichen für die Betreuung von Grundschulkindern neu. Das bisherige System wird komplett umgekrempelt. Dabei werden die Hortplätze an den Kindertagesstätten mittel- bis langfristig verschwinden und in Betreuungsplätze an den sechs Elmshorner Grundschulen umgewandelt. Ein wegweisender Beschluss, der am Donnerstagabend im Schulaussschuss mit Unterstützung aller Fraktionen auf den Weg gebracht wurde.

„Unser Ziel ist es, die Betreuung an den Grundschulen zusammenzuführen“, betonte Bürgermeister Volker Hatje. Es sei pädagogisch richtig, die Kinder nach Unterrichtsschluss dort zu betreuen, wo sie auch zur Schule gingen.

Sechs Elmshorner Grundschulen sollen erweitert werden

Bisher gibt es in Elmshorn – wie in vielen anderen Städten auch – den Hort und die betreute Grundschule nebeneinander. Die Hortgruppen – in Elmshorn gibt es zurzeit acht mit 120 Plätzen – sind an die Kindertagesstätten angekoppelt. Sie sollen nach und nach geschlossen werden. In den frei werdenden Räumen möchte die Stadt weitere dringend benötigte Elementar- und Krippenplätze schaffen.

Im Gegenzug werden die sechs Elmshorner Grundschulen erweitert, sollen unter anderem Mensen erhalten. Mit dem neuen Konzept möchte die Stadt mehr Kinder in die Betreuung nach Unterrichtsende bekommen. Bisher werden zirka 600 der 1786 Grundschüler in den verschiedenen Einrichtungen versorgt. Die Stadt sieht den Bedarf bei 1300 Jungen und Mädchen.

Knackpunkt ist die Sozialstaffel des Kreises

Ein Knackpunkt im neuen System muss noch überwunden werden. Die Sozialstaffel des Kreises – Eltern mit geringem Einkommen werden finanziell unterstützt – greift im Hort, bisher aber nicht in den Betreuungsgruppen an den Grundschulen. Und auch in puncto Verlässlichkeit und Qualität soll die Latte hoch angesetzt werden. „Im Vordergrund steht für uns die qualitative Weiterentwicklung des Betreuungsangebots an den Schulen“, betont SPD-Mann Arne Klaus. Die SPD trete für eine deutliche Verbesserung des Personalschlüssels für die Betreuung ein.

Die Stadt wird zunächst ein Raumkonzept für die einzelnen Schulen erarbeiten. Dann werden die Inhalte und Standards festgelegt.

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