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Elmshorner Nachrichten

24. November 2017 | 21:40 Uhr

Elmshorn geht in die Tiefe

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Krückau-Vormstegen Die Kanalbauarbeiten am Osterfeld gehen gut voran / Ab 20. November wird die Berliner Straße teils gesperrt

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 16:48 Uhr

Wo früher einmal die Straße Osterfeld war, ist jetzt nur noch ein Graben. In 4,50 Metern Tiefe verlegen Bauarbeiter zwischen Reichenstraße und Schloßstraße im Auftrag der Stadtentwässerung gerade einen neuen Regenwasserkanal – und damit auch die Grundlage des neuen Sanierungsgebiets Krückau Vormstegen. „Die Arbeiten gehen gut voran“, sagt Rebekka Ahlborn-Sennholz, die bei der Stadtentwässerung für die Bauleitung des Projekts zuständig ist. „Möglicherweise können wir sogar einen der nächsten Bauabschnitte vorziehen.“

Wenn alles gut läuft und das Wetter mitspielt, wird der aktuelle Abschnitt in etwa drei Wochen abgeschlossen sein. Dann haben die acht beteiligten Bauarbeiter den rund 80 Jahre alten Mischwasserkanal aus dem Boden geholt und zwei neue Kanäle verlegt – einen für Regenwasser und einen für Schmutzwasser. Die alten Versorgungsleitungen haben die Stadtwerke bereits erneuert. Abschließend kommt eine vorläufige Asphaltdecke auf die Straße – bis im Rahmen des Stadtumbaus hier alles neu gestaltet wird. Wann das genau sein wird, steht noch nicht fest – dafür fehlen noch die Genehmigungen vom Land.

Der neue Regenwasserkanal unter der Straße Osterfeld wird 100 Meter lang sein und einen Durchmesser von 800 Millimetern haben. Damit ist er viermal so groß wie der alte Kanal. Auch in der Schloßstraße, in der Berliner Straße und auf Vormstegen werden die Kanäle erneuert. Insgesamt entsteht so bis Ende Mai 2019 ein etwa 600 Meter langes Kanalnetz, das zur Krückau hin immer breiter wird. Zusammen mit dem ebenfalls neu entstehenden Pumpwerk im Haus der Technik ist die Stadt so in der Lage, selbst bei Starkregen und Krückau-Hochwasser das neu entstehende Gebiet Krückau-Vormstegen ausreichend zu entwässern.

Das ganze Projekt wird am Ende 4,9 Millionen Euro kosten. Die Baukosten liegen allerdings „nur“ bei 4,6 Millionen Euro. Viel Geld geht zusätzlich drauf für eine Firma zur Kampfmittelsondierung, für regelmäßige Beprobungen des Grundwassers und Arbeitsschutz. Denn: Es handelt sich bei dem Bereich Osterfeld/Schloßstraße um eine sogenannte Kampfmittelverdachtsfläche. Es ist also durchaus möglich, im Boden einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu finden. Außerdem könnten sich im Boden Schadstoffe befinden – die Ursache für die Krankheitsfälle, die während der Bauarbeiten am Haus der Technik aufgetreten sind, ist immer noch nicht gefunden worden. Bis jetzt haben die Bauarbeiter und die Fachleute aber noch nichts Verdächtiges gefunden. „Wir haben ein oder zwei Fundamentreste im Boden gefunden, aber das ist nichts ungewöhnliches“, sagt Bauleiterin Rebekka Ahlborn-Sennholz.

Am 20. November sollen parallel zu den Arbeiten im Osterfeld mit den Kanalbaumaßnahmen in der Berliner Straße zwischen Schloßstraße und dem ehemaligen Sky-Markt begonnen werden. Die Berliner Straße wird dann voraussichtlich bis Weihnachten halbseitig gesperrt werden. Die Durchfahrt und auch die Zufahrt zum Sky-Parkplatz wird aber die ganze Zeit über möglich sein. Anders ist das bei den folgenden Bauabschnitten von März 2018 bis Mai 2019: Nacheinander werden Vormstegen zwischen Schauenburger Straße und Osterfeld, Osterfeld zwischen Schloßstraße und Vormstegen und die Schloßstraße für den Verkehr voll gesperrt.

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