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Interkulturelle Wochen : Elmshorn feiert ganz multi-kulti

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das Stadtteilfest Hainholz diente als Auftakt zu den „Interkulturellen Wochen“. Hunderte Besucher tummelten sich rund ums Haus der Begegnung.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 12:00 Uhr

„Ich nenne sie ‚kurdische Amerikaner‘, um den Geschmack zu beschreiben“: Wie das weiße Gebäck genau heißt, weiß der freundliche Mann am Stand nicht. Jedenfalls sieht es sehr süß aus, daneben liegen Teigfladen, Blinis und Sauerkraut zum Verkauf, um die Ecke gibt es drei Sorten Bratwurst: Thüringer, Schinken und Geflügelwurst.

Bunt geht es am Sonnabend zu am Haus der Begegnung in Hainholz, und genau so soll es sein. Viele Organisationen des Viertels feiern zusammen das 20. Stadtteilfest, gleichzeitig ist dieser Nachmittag Höhepunkt des vierten Kulturzirkus, veranstaltet vom Stadtteilverein, und Auftakt der „Interkulturellen Wochen“. Viele Anlässe treffen zusammen, viele Aktive packen mit an, und viele hundert Besucher feiern. Diakonie, Grundschule und Paul-Dormann-Schule sind dabei, die Immobiliengesellschaft TAG ist mit einem Flohmarktstand zu Gunsten des Stadtteilvereins vertreten.

Die Vielfalt ist Programm. Waffelduft steigt von einem Stand auf, daneben sitzen Besucher beim Integrationsverein Raduga hinter einem durchscheinenden Vorhang um einen runden Tisch zusammen. Von der Bühne klingen wehmütige Töne herüber, dort steht Juhtamart Schiwk und singt ein thailändisches Lied. Auf einer Terrasse vor den Kellerräumen bemalen viele Kinder Pappmaché-Schnecken, auf den Bänken sitzen Familien und unterhalten sich in ihren Muttersprachen.

In einem anderen Raum geht es ruhig zu: Dort haben die Jungen Briefmarkensammler sich ausgebreitet. Jugendliche und Kinder haben Schautafeln zu Themen wie Dinosaurier oder Drogen zusammengestellt, am Tisch sitzen Kinder und malen Entwürfe für eine Elmshorner Briefmarke, die bei einem bundesweiten Wettbewerb im November in Elmshorn vorgestellt werden soll. Die zehnjährige Ronja Heinicke malt eine Landschaft, sie ist mit zwei Freundinnen zum Stadtteilfest gekommen, die drei Mädchen haben sich gleich in den ruhigen Raum zurückgezogen.

Draußen herrscht fröhliches Gewusel. Die Trommler von Slabato ziehen übers Gelände, vorweg zwei Bauchtänzerinnen. Sie wiegen sich im Takt und stehen im Qualm des Lagerfeuers, das die Pfadfinder angezündet haben, um daran Stockbrot zuzubereiten. Auf der anderen Seite des Gebäudes locken große rote Sitzkissen unter ein buntes Zeltdach, kleine Kinder vergnügen sich mit Spielzeug. „Gut, dass sie mal sowas machen“, beurteilt Benjamin Jaworowski aus Hainholz die Veranstaltung. Der junge Mann fährt fort: „In Hainholz gibt es ganz viele Veranstaltungen für Kinder, das finde ich gut.“

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