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Verbot für Werbestopper : Elmshorn entrümpelt die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Streitpunkt Kundenstopper: Die Krückaustadt will die Flut an Aufstellern in der Innenstadt eindämmen.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Die Stadt räumt in der City auf: Politik, Verwaltung und Stadtmarketing haben sich darauf verständigt, bunte Werbeständer vor den Geschäften in der Innenstadt zu verbieten. Einen entsprechenden Auftrag zur Satzungsänderung hat der zuständige Ausschuss für Kommunale Dienstleister an die Verwaltung gegeben.

Bisher gleicht ein Bummel durch die Einkaufsstraßen von Elmshorn eher einem Hindernislauf als einer entspannten Schaufenstertour. Alle paar Meter steht ein Kundenstopper im Weg, eilige Passanten sind zu einem regelrechten Schlängelkurs zwischen Reklameschildern, Sitzbänken und Mülleimern verdammt. Die Fußgängerzone ist mit bunten Werbetafeln übersät, die Schnäppchenpreise oder hohe Rabatte versprechen.

„Das Stadtbild ist nicht optimal, um es vorsichtig auszudrücken“, beschrieb Manuela Kase vom Stadtmarketing die unüberschaubare Flut an Werbetafeln. Bürgermeisterin Brigitte Fronzek wurde auf der öffentlichen Sitzung im Rathaus deutlicher und sagte zu den Stolperfallen: „Die Königstraße ist nicht wie oft behauptet dreckig. Sie sieht nur müllig aus.“ Die Schilder oder Flaggen seien demnach auch teils in einem „erbärmlichen Zustand“. Ein Werbeeffekt sei damit und aufgrund der Masse von rund 60 Tafeln in der Einkaufsstraße nicht erkennbar.

Ein weiteres Manko bei dem jetzigen System ist, dass die Schilder nicht wie vorgesehen am Eingang der Geschäfte in unmittelbarer Hausnähe stünden. Immer häufiger schieben Geschäftsleute ihre Tafeln in die Mitte der Straße. Ein Durchkommen des Zulieferverkehrs sei damit kaum möglich. Außer dem kurzzeitigen Entzug der Aufstellgenehmigung gäbe es laut aktueller Satzung keine Strafen, die bei Verstößen ausgesprochen werden können. Um diesem Wildwuchs ein Ende zu setzen, sollen die als Kundenstopper bezeichneten Tafeln zukünftig komplett aus der Fußgängerzone in der City verschwinden. Die Verwaltung hat den Einzelhandel nach eigenen Angaben frühzeitig an der Entscheidung beteiligt, Werbeständer zu verbieten. Dadurch soll die Innenstadt attraktiver werden.

Für Betriebe in den angrenzenden Nebenlagen der Fußgängerzone werde seitens der Stadt Elmshorn – heißt es in einer ersten Idee – eine Möglichkeit geschaffen, im Bereich der Fußgängerzone einen Hinweis auf ihren Betrieb zu platzieren. Zum Beispiel in Form von schmalen Werbehinweistafeln – ähnlich Schildern mit Straßennamen an einem Mast. Wer die Kosten trägt, ist noch offen.

In Kürze müssen sich die Händler also bei der Werbung in Elmshorns City auf ihre Schaufenster beschränken.

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