Digitalisierung : Elmshorn beschließt IT-Paket für die Schulen

Der Schulausschuss hat am Dienstagabend die künftige IT-Ausstattung für die fünf Grund- und fünf weiterführenden Schulen beschlossen.
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Der Schulausschuss hat am Dienstagabend die künftige IT-Ausstattung für die fünf Grund- und fünf weiterführenden Schulen beschlossen.

Notebooks, schnelleres Internet und mehr gehört zu der Ausstattung, die von den Politikern beschlossen wurde.

shz.de von
25. Januar 2018, 14:20 Uhr

Elmshorn | An den Elmshorner Schulen beginnt das digitale Zeitalter – und dafür nimmt die Stadt Elmshorn richtig viel Geld in die Hand. Der Schulausschuss hat am Dienstagabend die künftige IT-Ausstattung für die fünf Grund- und fünf weiterführenden Schulen beschlossen. I-Pad, Notebook oder PC: Auf zehn Schüler wird ein Endgerät kommen. An den größeren Schulen können somit bald drei Klassen gleichzeitig parallel arbeiten.  

Zudem wird es in jedem Klassenzimmer zwei Internetanschlüsse und Wlan geben. Auch Beamer werden zur Standardausstattung gehören, ebenso ein Mini-PC oder Laptop für die Lehrkräfte. Um flexibel arbeiten zu können, kommen Laptop-Wagen mit bis zu 16 Geräten zum Einsatz. An den Grundschulen werden PC-Räume verschwinden.

Die Schulen werden an das Glasfasernetz der Stadtwerke Elmshorn angeschlossen, die beiden Gymnasien und drei Gemeinschaftsschulen noch in diesem Jahr, die Grundschulen dann 2019. „Mit diesem Paket können wir gut starten“, betonte Elmshorns Stadtrat Dirk Moritz. Um die Grundschulen fit für die digitale Zukunft zu machen, investiert die Stadt zirka 200.000 Euro, bei jährlichen Unterhaltungskosten von etwa 134.000 Euro.

Bei den weiterführenden Schulen liegt die Anschubinvestition bei fast 350 000 Euro, die jährlichen Kosten sogar bei mehr als 400.000 Euro. Ob die Stadt mit Zuschüssen von Land und Bund rechnen kann, steht laut Amtsleiterin Heike Rosemann noch nicht fest. „Die vier Milliarden Euro für die Digitalisierung, die der Bund zur Verfügung stellen wollte, sind noch nicht im Haushalt drin.“ Heißt: Die Stadt wird zunächst finanziell in Vorleistung gehen müssen, und hoffen, dass irgendwann auch Geld nach Elmshorn fließt.

Das Finanzierungskonzept für die Umsetzung des Medienentwicklungsplanes muss erst erarbeitet werden. Noch ist unklar, ob die Stadt Elmshorn mit eigenem Personal den kompletten Support übernehmen wird oder einzelne Bereiche an externe Dienstleister vergibt.

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