Erstmals im Kreis Pinneberg : Elmshorn bekommt einen Friedhof für Haustiere

Mit Grabstein oder anonym: Vielen Besitzern ist eine würdige Bestattung ihrer Haustiere wichtig.
Mit Grabstein oder anonym: Vielen Besitzern ist eine würdige Bestattung ihrer Haustiere wichtig.

Die Stadt möchte ein zirka 500 Quadratmeter großes Grabfeld zur Verfügung stellen.

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14. März 2018, 12:45 Uhr

Elmshorn | Die Idee ist nicht neu – doch diesmal bestehen gute Chancen, dass sie auch umgesetzt wird. Die Stadt Elmshorn möchte einen Friedhof für Tiere einrichten – und zwar auf dem bestehenden städtischen Friedhof, der in der Nachbargemeinde Kölln-Reisiek liegt. Es wäre der erste von der öffentlichen Hand betriebene Tierfriedhof im Kreis Pinneberg. Betriebshofchef Thomas Kruse stellte die Pläne am Montagabend der Politik vor. Die reagierte wohlwollend. „Wichtig ist, dass sich durch den Tierfriedhof nicht das Defizit erhöht und wir diesen Friedhof auf Kosten der Steuerzahler anlegen“, betonte CDU-Fraktionschef Immo Neufeldt. Kruse sicherte zu, dass sich die geplante Einrichtung kostenneutral betreiben lasse.

Immer wieder gab es Anfragen

Kruse hat bereits eine 500 Quadratmeter große Fläche auf dem städtischen Friedhof ins Auge gefasst. „Es geht darum, ein weiteres Angebot zu schaffen.“ Anfragen habe es in der Vergangenheit immer wieder gegeben – vor allem von älteren Menschen. Das Veterinäramt des Kreises und auch die Wasserschutzbehörde, das Areal liegt im Wasserschutzgebiet, müssen den Elmshorner Plänen zustimmen. Laut Kruse sind die ersten Signale positiv. Demnächst wird es einen Vor-Ort-Termin geben.

Die ersten Tiere könnten im Frühjahr 2019 in Elmshorn beerdigt werden. „Den Vorlauf brauchen wir“, sagt Kruse. Haustiere – bis zur Größe eines normalen Hundes – sollen in Elmshorn ihre letzte Ruhestätte finden. Auch Urnenbestattungen sollen möglich sein.

Schrittweise Entwicklung

Nach dem Gesetz darf jeder seine verstorbenen Hunde und Katzen im eigenen Garten beerdigen – wenn sie unter einer mindestens 50 Zentimeter starken Erdschicht vergraben werden und sich die letzte Ruhestätte nicht in der Nähe von öffentlichen Wegen und Plätzen und einem Wasserschutzgebiet befindet. „Es gibt aber viele Tierbesitzer, die diese Möglichkeit nicht haben“, betont Kruse. Sie könnten das neue Angebot in Zukunft nutzen.

Der Chef des Betriebshofes möchte den Elmshorner Tierfriedhof schrittweise entwickeln, zunächst mit einem zirka 150 Quadratmeter großen Abschnitt beginnen und diesen dann sukzessive erweitern. Die Investitionskosten seien überschaubar. Auch Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje ist den Plänen für einen Tierfriedhof gegenüber aufgeschlossen. „Und auf einem städtischen Friedhof können wir ihn auch realisieren.“

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