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Haushalt : Elmshorn: Bauflächen gegen Höchstgebot

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fünf Grundstücke stehen mit einer ungewöhnlichen Haushaltssanierungsmethode zum Verkauf.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2015 | 12:00 Uhr

Elmshorn | Not macht laut Sprichwort erfinderisch. Das ist bei der Stadt Elmshorn nicht anders. Und deshalb werden nun auf ungewöhnliche Weise fünf Grundstücke die Besitzer wechseln: Die stadteigenen Flächen werden gegen Höchstgebot verkauft.

„Das ist politisch so gewollt und einstimmig entschieden worden“, sagt Bürgermeister Volker Hatje. Entstanden ist die Idee in der Haushaltskonsolidierungsgruppe. Um Geld in die leeren städtischen Kassen zu bekommen, wurde beschlossen, stadteigene Flächen zu veräußern. Nach längerer Debatte einigte sich die Politik auf fünf Grundstücke. Es handelt sich dabei um Parkplätze und Grünflächen. Sie sollen nach dem Verkauf baureif gemacht werden. Die Flächen befinden sich in der Högertwiete, im Heussweg, im Teichweg und auf Köhnholz an der Ecke zur Ernst-Barlach-Straße. Das Grundstück Köhnholz kann laut Stadtverwaltung sogar mit einem Mehrfamilienhaus bebaut werden.

Unüblich für Elmshorn

Die Politik erhofft sich von der Aktion eine satte Einnahme. Denn üblich sei es in Elmshorn nicht, dass die Stadt Grundstücke veräußere, so Hatje. „Ich bin seit sechs Jahren hier und es ist in dieser Zeit das erste Mal, dass wir das machen.“ Interessenten können bis zum 25. September beim Flächenmanagement Informationen zu den Grundstücken abfordern. Bis zum 2. Oktober können konkrete Kaufangebote abgegeben werden. Die Entscheidung, wer bei mehreren Interessenten für ein Areal den Zuschlag bekommt, ist eindeutig: Derjenige, der am meisten bietet.

Damit der Schuss nicht nach hinten losgeht, hat die Stadt sich abgesichert. Ein Mindestpreis ist für jedes Grundstück festgelegt: 160 bis 170 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt stehen Flächen von rund 5800 Quadratmetern zum Verkauf. Die Stadt kann folglich mit mehr als einer Million Euro Erlös rechnen.

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