Elmshorn: 280 Mal den Strom abgedreht

Elmshorns Stadtwerke-Chef Sören Schuhknecht setzt bei ausstehenden Stromgebühren auf Gespräch statt Konfrontation.
Elmshorns Stadtwerke-Chef Sören Schuhknecht setzt bei ausstehenden Stromgebühren auf Gespräch statt Konfrontation.

shz.de von
22. April 2017, 16:00 Uhr

Mehr als 330  000 Haushalten wurde deutschlandweit zuletzt binnen eines Jahres der Strom abgestellt, weil sie die Rechnungen nicht zahlten (wir berichteten). Auch in Elmshorn gingen 2016 bei etlichen Haushalten die Lichter aus. „Wir haben etwa 1900 Sperrungen angekündigt, und in rund 280 Fällen den Strom dann auch tatsächlich abgestellt“, sagt Elmshorns Stadtwerkechef Sören Schuhknecht. Die meisten Kunden würden jedoch auf die Mahnungen reagieren und „doch noch zahlen“.

Kein Elmshorner muss Angst haben, vom unfreiwilligen Blackout überrascht zu werden. Einfach nach Gutdünken wird der Strom nicht gekappt. „Wir halten uns immer an Recht und Gesetz“, betont Schuhknecht. Auch werde „die persönliche Situation jedes Kunden berücksichtigt“. Werde nicht pünktlich gezahlt, gebe es zuerst eine Säumnis-Erinnerung. Dann folge eine Sperrungsandrohung. Erst wenn auch darauf keine Reaktion erfolge, könne es zur Sperrung kommen. Wann diese frühestens eintritt, werde im Schreiben der Sperrungsandrohung mitgeteilt.

„Wir als Ansprechpartner vor Ort haben für unsere Kunden immer ein offenes Ohr“, betont Schuhknecht. Sollten Kunden finanziell in der Klemme stecken, sollten sie sich möglichst frühzeitig mit dem Kundencenter der Stadtwerke in Verbindung setzen, damit „das Problem im Gespräch partnerschaftlich gelöst werden kann“. Kommt es doch zur Sperrung, sei ebenfalls keine Panik angebracht. Meist werde zügig wieder entsperrt, sagt Elmshorns Stadtwerkechef.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen