Nach Grossbrand : Elmshorn: 169 Menschen brauchen neue Unterkunft

Löschangriff in luftiger Höhe: Das Feuer war auf dem Dachboden des achtstöckigen Hauses an der Beethovenstraße in Elmshorn ausgebrochen. Die Brandbekämpfer brachten es erst nach sechs Stunden unter Kontrolle.
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Löschangriff in luftiger Höhe: Das Feuer war auf dem Dachboden des achtstöckigen Hauses an der Beethovenstraße in Elmshorn ausgebrochen. Die Brandbekämpfer brachten es erst nach sechs Stunden unter Kontrolle.

Mindestens 70 Wohnungen sind nach dem Großbrand in Elmshorn unbewohnbar. Bei dem Feuer am Samstagabend hatten nach Polizeiangaben acht Menschen eine Rauchvergiftung erlitten.

shz.de von
24. Juni 2014, 10:00 Uhr

Elmshorn | Nach dem Brand in einem achtstöckigen Wohnhaus in Elmshorn muss die Stadt für 169 Bewohner eine neue Unterkunft suchen. Mindestens 70 Wohnungen seien unbewohnbar, sagte Bürgermeister Volker Hatje am Montag. Bei dem Feuer am Samstagabend hatten nach Polizeiangaben acht Menschen eine Rauchvergiftung erlitten.

Das Feuer war am Samstagabend um 22.50 Uhr wahrscheinlich auf dem Dachboden des Wohnhauses ausgebrochen. Als die ersten Brandbekämpfer eintrafen, hatte es sich bereits über die komplette Länge des Dachtrakts ausgebreitet. Die Einsatzleitung alarmierte fast im Minutentakt weitere Feuerwehren aus der Umgebung nach. Über vier Drehleitern und ein Teleskopmastfahrzeug kühlten die Einsatzkräfte das Dach mit Wasserwerfern. „Eine direkte Brandbekämpfung war erst möglich, als sich das Feuer durch die mehrlagige Dachpappe gefressen hatte“, berichtete Kreisfeuerwehrsprecher Michael Bunk. „Den gefährlichsten Part hatten die Trupps, die im Gebäude über die beiden Treppenhäuser unter schwerem Atemschutz vorgingen.“

Erst gegen 5 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis 11 Uhr hin. Wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung wurden acht Bewohner in den Regiokliniken Elmshorn und Pinneberg behandelt. Die übrigen, wohnungslos gewordenen Mieter kamen in der Sporthalle der Elsa-Brändström-Schule, in einem Hotel und bei Verwandten oder Freunden unter.

Der Zustand des Gebäudes wurde mittlerweile geprüft, so dass die Kriminalpolizei Elmshorn uneingeschränkt ihre Ermittlungen auch auf den vom Brand zerstörten oberen Teil des Hauses ausweiten kann. Die Ermittler haben ihre Arbeit dort aufgenommen.

Für die Betroffenen richtete die Stadt eine zentrale Anlaufstelle im Elmshorner Rathaus ein.

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