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Elmshorner Nachrichten

19. August 2017 | 15:48 Uhr

Elbmarschenhallen: Betreiber ist pleite

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Betrieb läuft trotz Insolvenzverfahrens vorerst weiter / Gespräche mit Investoren

Mit großen Investitionen und neuer Ausrichtung wollte Jürgen Wefer die Elbmarschenhallen in Horst zu einem Messe- und Kongresszentrum im Norden von Hamburg entwickeln. Doch das Konzept des Geschäftsführers der „Elbmarschenhallen Betriebs-UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG“ ist nicht einmal zwei Jahre nach der Wiedereröffnung gescheitert. Der Betreiber ist pleite. Mit Beschluss des Amtsgerichts Itzehoe wurde am Dienstag das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist der Elmshorner Professor Dr. Klaus Pannen bestellt worden. Eigentümer der Elbmarschenhallen ist die in Elmshorn ansässige Semmelhaack-Immobiliengruppe.

Auf den Betrieb der größten Veranstaltungshalle in der Region wird das Insolvenzverfahren zunächst keine Auswirkung haben. Auch die rund 70 Mitarbeiter und Aushilfen werden weiterbeschäftigt. „Um das Fortbestehen des Betriebs zu sichern, wird dieser im Rahmen der vorläufigen Insolvenzverwaltung uneingeschränkt fortgeführt. Sämtliche erforderlichen Restrukturierungs- und Finanzierungsmaßnahmen wurden umgehend eingeleitet, um die Sanierung des Unternehmens zu ermöglichen“, teilte Klaus Pannen mit.

Erste Verhandlungen über die Übertragung des Geschäftsbetriebs mit potenziellen Investoren werden bereits geführt, bestätigte der Insolvenzverwalter auf Anfrage dieser Zeitung. „Ich prüfe derzeit die Möglichkeit der Sanierung der Elbmarschenhallen. Es geht jetzt vor allem darum, die notwendigen Rettungsmaßnahmen schnellstmöglich auf den Weg zu bringen“, sagt Klaus Pannen.

Laut Wolfgang Müller, Betriebsleiter der Elbmarschenhallen, ist der Betrieb in den nächsten drei Monaten zu 100 Prozent gesichert. Müller berichtete außerdem, dass es schon Überlegungen gebe, eine Auffanggesellschaft zu gründen, die den Betrieb im Anschluss an das Insolvenzverfahren fortführt. Potenzial stecke genügend in den Elbmarschhallen. „Erst im Juni ist unser neuer Ball-Saal für mehr als 1000 Gäste fertig geworden. Wir haben möglichen Interessenten viel zu bieten“, betont Müller.

Auch Jürgen Wefer, der mit seinem Konzept zwar gescheitert ist, glaubt an die Elbmarschenhallen: „Ich bin zuversichtlich, dass die Elbmarschenhallen auch zukünftig ihren festen Platz in der norddeutschen Veranstaltungsgastronomie haben werden. Die Elbmarschenhallen sind mit ihrer Angebotsvielfalt einzigartig für größere Unternehmensveranstaltungen und private Feiern.“

Von der Pleite werden die Besucher erst einmal nichts spüren. Schon am Sonntag geht es mit den Veranstaltungen normal weiter: Dann ist Flohmarkt.

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erstellt am 06.Aug.2015 | 16:00 Uhr

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