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Elmshorn : Einwandererbund sorgt für Eklat im Rathaus

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Tumult während Ausschusssitzung: EWB-Präsident Öznarin soll die Politik belogen haben. Auslöser ist eine E-Mail.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Erneut heftige Vorwürfe gegen den Einwandererbund: Gerade erst stand der EWB und insbesondere dessen Präsident Hayri Öznarin wegen überzogener Zuschussforderungen im Kreuzfeuer der Kritik anderer Organisationen, da gibt es schon den nächsten Ärger. Öznarin soll die Politik belogen haben. Während einer Ausschusssitzung im Rathaus kam es zum Eklat.

Auslöser ist eine E-Mail. Darin behauptet Öznarin, der Schulleiter der Friedrich-Ebert-Schule habe ihn gebeten, der EWB solle die Betreuung des offenen Schulhofs übernehmen. Als die CDU-Politikerin Karla Fock aus dieser Mail, die an die Fraktionen adressiert war, zitierte, meldete sich der anwesende Schulleiter zu Wort. Er bestritt jegliche Absprache mit Öznarin. Der Antrag des EWB, die Arbeit des offenen Schulhofes zugesprochen zu bekommen, wurde daraufhin von der Verwaltung abgelehnt. Es geht immerhin um Gelder in Höhe von 23.000 Euro.

Hintergrund: An der Friedrich-Ebert-Schule ist ein sogenannter offener Schulhof auf dem Grundschulgelände eingerichtet. Kinder können sich dort nachmittags aufhalten, spielen und toben. Die Betreuung übernimmt derzeit eine angestellte Pädagogin der Stadt. Ursprünglich kam die Idee des offenen Schulhofs aus Kreisen des EWB. Diese Zusammenarbeit wurde allerdings vor einigen Jahren nicht weiter fortgeführt, da die Stadt in Eigenregie dort tätig sein wollte. Nun stellte der EWB erneut einen Antrag auf eine Nachmittagsbetreuung an der Schule, da die aktuelle Situation vor Ort „suboptimal“ laufe – sie sei geprägt von vielen Ausfällen. Auf 23 000 Euro belief sich ein entsprechendes Angebot des EWB an die Verwaltung.

Und hier beginnen die Ungereimtheiten. Öznarin sagt auf Nachfrage unserer Zeitung: Schulleiter Dieter Ackmann habe ihn „. . . darum gebeten, ob wir als EWB und ich etwas unternehmen könnten“. Ackmann dazu: „Herr Öznarin schießt über das Ziel hinaus, wenn er solche Behauptungen aus unserem Gespräch ableitet.“ Er habe ihn definitiv nicht gebeten, die Betreuung zu übernehmen. Die solle in den Händen der Stadt bleiben, erklärte der Schulleiter gestern auf Anfrage. Niemals würde Ackmann sich als Schulleiter für solche Anliegen „institutionalisieren lassen“, wie dies seitens Öznarins in der besagten E-Mail erzählt wurde.

Lüge, kalkuliertes Risiko oder letztlich nur ein großes Missverständnis? Hier stehen Aussage gegen Aussage. In der Ausschusssitzung zeigten sich Politik, Verwaltung und Besucher der Sitzung sichtlich verwundert.

 

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