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Einsatzleiter Mohr: Bis zu zehn Kollegen im Nahkampf auf dem Dach

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Es gab diesen einen Moment, als Einsatzleiter Stefan Mohr (Foto) fürchtete, dass das Feuer vom Dach auf die darunter liegenden Produktionsbereiche durchschlagen könnte. „Das war ganz am Anfang“, sagt Elmshorns Wehrführer. Die Flammen auf dem Dach des Jacobs-Werks am Lönsweg loderten, schlugen immer wieder hoch. Mohr zählte zu den ersten Kräften, die das Fabrikgelände am Montag um 12.30 Uhr erreichten.

Doch das Gebäude konnte gerettet werden – durch den massiven Einsatz der Kräfte. Durch das Treppenhaus ging es nach ganz oben. „Bis zu zehn Kollegen waren auf dem Dach quasi im Nahkampf gegen das Feuer im Einsatz“, beschreibt Mohr die Situation auf dem 33 Meter hohen Gebäude. Die Mannschaften auf dem Dach mussten ständig gewechselt werden. Stundenlang kämpften die Retter gegen die Flammen. Die Fassade der Fabrik wurde an einer Stelle beschädigt. Positiv in der extremen Situation: Die Kühltürme und Filteranlagen waren aufgeständert und damit ein gutes Stück weg vom Boden. Die glasfaserverstärkten Kunststoffe brannten aber wie Zunder – und waren verantwortlich für die extrem starke Rauchentwicklung. Die schwarze Wolke zog über Elmshorn und war kilometerweit zu sehen.

Mohr ist seit 35 Jahren Feuerwehrmann. Das Feuer in der Kaffeefabrik war einer seiner größten Einsätze – ein erfolgreicher.

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erstellt am 28.Jun.2017 | 17:36 Uhr

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