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Elmshorner Nachrichten

18. November 2017 | 20:20 Uhr

Einkaufs-City der kurzen Wege

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Elmshorn befindet sich im Wandel / Vielfache Aktivitäten tragen zur Belebung der heutigen Innenstadt bei

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2017 | 13:48 Uhr

Die Krückaumetropole ist mit rund 50  000 Einwohnern der größte Ort im Kreis Pinneberg. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat sich seine Innenstadt erheblich verändert, was vor allem älteren Bürgern Elmshorns stark im Bewusstsein ist. Das heutige Filetstück der dortigen Geschäftswelt, die Königstraße („Kö“), wurde erst in den 1970er-Jahren zur Fußgängerzone und seither hat sich damit auch die Anzahl und die Art der innerörtlich ansässigen Geschäfte stark verändert.


Große Bandbreite in den 1960er Jahren


In den 1960er Jahren ging es im Ostteil der Stadt schon mit einem beachtlichen Branchenmix los. Dazu zählten unter anderem Fachgeschäfte für Wolle, Bastlerbedarf, Fahrräder, Kleidung und Backwaren sowie Gastronomie, Kiosk und Kino am Bahnhof. Noch mehr auf der anderen Seite der Gleise: Schallplatten und Fernsehgeräte, Imbiss, Spielwaren, Schmuck und Fleischerwaren sowie Eisdiele füllten den Bereich vom Anfang der „Kö“ und entlang der Holstenstraße. Dazu das Kepa-Kaufhaus am Holstenplatz. Und diese Aufzählung ließe sich mit unzähligen Geschäften und Einrichtungen entlang des weiteren Verlaufs der „Kö“ - damals noch als Einbahnstraße mit zwei engen Bürgersteigen von Autos befahren – bis tief in den Flamweg hinein bis zum „Anglerbedarf Grube“.

Heute zeigt sich die Innestadt Elmshorns im Vergleich zu damals stark verändert, aber als Einkaufsstadt ist sie nicht unattraktiver geworden. „Im Vergleich zu früher sind es zwar weniger Fachgeschäfte, aber dennoch kann man nahezu alles in der City bekommen, was man zum Leben braucht“, erklärt Heinrich Werner (71), ehemaliger Elmshorner, der heute in der Nähe von Horst lebt und immer noch gern in die Krückaustadt fährt, um Besorgungen zu machen. Und bei genauerer Betrachtung hat er wohl nicht unrecht: Die Innenstadt verfügt nach wie vor über einen attraktiven Branchenmix. Es gibt diverse Bekleidungsfachgeschäfte, Schmuck- und Uhrmacherläden, Dienstleister – wie Friseur-Salons, Mobiltelefonanbieter, Reisebüro, Schuster und anderes mehr, ein Lebensmittel-Discounter, Buchhandlung, Cafes und Eisdielen, Haushaltswarenfachgeschäft, Optiker sowie Drogerien und Apotheken. Aber auch alteingesessene Geschäfte existieren noch mehrere wie etwa Ramelow, Musik-Hofer, Spielzeug Bieberstein und Möbel-Heinitz.

„Elmshorn hat seine Identität trotz der Veränderungen erhalten können“, meint Werner, der es nur vermisst, dass es kein Geschäft für Unterhaltungselektronik mehr in der City gibt. Wer in dieser Hinsicht Bedarf hat, muss sich zum Franzosenhof begeben, dem noch relativ jungen Einkaufsareal am Ramskamp rund um den „ausgewanderten“ Teppich-Riesen Kibek. Dort findet sich ein Media-Markt oder auch in unmittelbarer Nähe, in der Kurt-Wagener-Straße, das Elmshorner Traditionsunternehmen Oberhellmann, ehemals Flamweg. Die Befürchtungen vieler Elmshorner, dass die Innenstadt durch diesen „Satelliten“ verödet, scheinen sich bis heute nicht zu bestätigen. Auch gegen den erhöhte Konkurrenzdruck durch das Internet kann sich die Krückaustadt offensichtlich erfolgreich behaupten. Doch das kommt nicht von ungefähr.


Viele Aktionen ziehen Besucher in die Stadt


Der Stadtmarketing-Verein, der die Belebung der Innenstadt sowie die Stärkung des örtlichen Handels als doppelte Zielsetzung seit mehreren Jahren verfolgt, hat in dieser Hinsicht mit zahlreichen Aktivitäten schon viel Terrain sichern können. Veranstaltungen wie die Elmshorner Musiknacht, Shopping-Sonntage, Open-Air-Kino in den Sommermonaten, Eisvergnügen am Holstenplatz, ein neu konzipierter Weihnachtsmarkt um die Nikolai-Kirche sowie vieles andere mehr – oft in enger Kooperation mit den Stadtwerken, dem Verkehrs- und Bürgerverein (VBV), der Stadt Elmshorn und natürlich den ortsansässigen Geschäften – zeigen Wirkung. Laut Aussage des Stadtmarketing-Vereins werden in der Regel diese Angebote gut bis sehr gut angenommen.

Daraus resultiere eine nicht nur bei den Veranstaltungen selbst erhöhte Besucherfrequenz in der Innenstadt. Eine erfreuliche Entwicklung.

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