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Elmshorner Nachrichten

20. September 2017 | 18:44 Uhr

Eine Züchterin und ihre jungen Pferde

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fohlenauktion Die 25-jährige Gesche-Cathrin Rolfs verkauft ihre beiden Stutfohlen beim Holsteiner Verband für 25 000 Euro

Alles passte bei der Fohlenauktion des Holsteiner Verbandes für die Züchterin Gesche-Cathrin Rolfs aus Norderwöhrden bei Heide. Die studierte Agrarwissenschaftlerin bot am Sonntag das erste Mal Fohlen aus ihrer eigenen Zucht in der Fritz-Thiedemann-Halle an und konnte für ihre beiden Stuten 9  000 und 16  000 Euro erzielen.

„Eigentlich hatte ich gar nicht vor, meine Fohlen so zu vermarkten“, sagt die 25-Jährige. „Aber Ove Asmussen aus dem Verkaufsteam des Holsteiner Verbands hatte wohl erfahren, dass meine Fohlen gut zu der Auktion passen würden. Er kam zu mir, sichtete die Fohlen und überzeugte mich.“ Gemeinsam mit ihrem Verlobten Hanns Christoph Diener, mit dem sie Jungpflanzen überwiegend für Kohlbauern produziert, fuhr Rolfs mit zwei Mutterstuten samt Fohlen nach Elmshorn. „Für mein drittes Fohlen hatte ich schon einen Abnehmer, so dass ich nur die Tochter vom Verbandshengst Dinken und das Casall-Fohlen aus der Fantasie I mitnahm“, erklärt die junge Frau. „Fantasie ist die Schwester des international erfolgreichen Sportpferdes L.B. Convall, den mein Großvater Ernst Carsten Rolfs gezüchtet hatte. Sie gehörte zu dem tollen Startkapital, das ich von ihm für meine eigene Zucht übernommen habe.“ Wegen dieser Abstammung überraschte es Rolfs nicht, dass dieses Fohlen viel Geld einbrachte.

Ihr Wunsch für die Stutfohlen scheint in Erfüllung zu gehen: „Ich möchte gern, dass sie in fördernde und gute Hände kommen. Ove Asmussen hat die Casall-Tochter für ihre neuen Besitzer in Amerika am Telefon ersteigert. Und den neuen Besitzer der anderen Stute habe ich persönlich kennengelernt.“

Beide Fohlen bleiben noch bei ihren Müttern bis sie sechs Monate alt sind. Dann wird die Dinken-Tochter zunächst in Richtung Elmshorn umziehen und von dort aus vielleicht noch im Winter nach Stuttgart transportiert. „Der neue Besitzer ist Arzt und hat vier Kinder, die alle reiten. Sie haben sich das Fohlen gezielt aus dem Katalog rausgepickt. Deshalb war der Mann extra nach Elmshorn gereist und hat sich noch einmal beim Verband versichert, dass das Fohlen genau das Pferd ist, was er suchte“, erzählt Rolfs. „Ich freue mich sehr, da er einen persönlichen Bezug zu dem Pferd haben wird. Und er war happy darüber, dass er mit meinem Verlobten und mir Züchter unterstützt.“

Begeisterung auch bei Rolfs Boxennachbarn im Verbandsstall: Susanne Redderberg schwärmte von ihrem Hengstfohlen, das bei der Auktion mit 34  000 Euro den Spitzenpreis erzielt hatte. „Der Casall-Sohn war von Geburt an etwas ganz Besonderes. Intelligent mit einem super Charakter und tollen Exterieur. So ein Pferd hat man nur einmal im Leben“, so die Züchterin aus Ahrensbök. „Seine neue Besitzerin lebt in Westfalen und hat einen Dressurstall. Sie hat ihn telefonisch ersteigert und wird ihn dressurmäßig ausbilden.“

Und auch insgesamt lief die Auktion des Holsteiner Verbands gut: Es wurden 45 Fohlen zu einem Durchschnittspreis von 10  440 Euro an 22 neue Besitzer verkauft.

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