Arboretum : Eine Pfingstrose für die Musik

Mitten im Blütenmeer: Elise (3, l.) und Sophia (1) waren mit Mama Esther zum Narzissenfest gekommen.
Mitten im Blütenmeer: Elise (3, l.) und Sophia (1) waren mit Mama Esther zum Narzissenfest gekommen.

Narzissen- und Päonienfest mit Blütenpracht und Kunsthandwerk zieht trotz Aprilwetter viele Besucher an.

shz.de von
23. April 2017, 15:32 Uhr

Mal zeigte sich der Himmel in strahlendem Blau, dann wieder zogen dunkle Wolken auf, und wenige Minuten später ergoss sich ein Platzregen über das Areal. Die Wetterbedingungen waren nicht gerade ideal für eine im wahrsten Wortsinn ungetrübte Veranstaltung. Trotzdem fanden sich zum Narzissen- und Päonienfest am Wochenende im Arboretum Ellerhoop zahlreiche Besucher ein, um die Blütenpracht der Osterglocken und Pfingstrosen zu bewundern. „Wir sind dieses Jahr etwas früher als sonst mit dem Fest dran, wegen der Ferien und Feiertage“, erklärte Anja Lüttschwager vom Förderkreis.

Etwas später dran sind demzufolge die Päonien, auch Pfingstrosen genannt. „Sie werden erst Anfang Mai in voller Blüte stehen“, so Lüttschwager. Zu bestaunen gab es für die Besucher trotzdem einiges: Die einen Hektar große Narzissenwiese mit 600 000 weiß blühenden Blumen, die von den Arboretum-Gärtnern liebevoll angelegten Beete mit Stiefmütterchen, Tulpen, Vergissmeinnicht, Hornveilchen und Persischen Kaiserkronen sowie die Zierapfel- und japanischen Kirsch-Gehölze, deren Knospen in diesen Tagen zu treiben beginnen.

Entlang des Rundgangs durch den Baumpark hatten 15 Kunsthandwerker aus der Region sowie Anbieter von kulinarischen Spezialitäten Zelte und Stände aufgebaut. Bei Keramikerin Nadja Bierbaum etwa durften die Besucher der Künstlerin nicht nur über die Schulter schauen, sondern sich auch selbst im Töpfern versuchen. Für Kinder waren in einem Sandhaufen Halbedelsteine und Bernsteine versteckt worden. Wer bei der Schatzsuche fündig wurde, durfte die „Beute“ mit nach Hause nehmen. Wer sich vor oder nach dem Rundgang stärken wollte, probierte Grillwürstchen, türkische Gerichte oder fand sich zu Kaffee und Kuchen im Dielen-Café ein.

Dort gab es gestern auch Barockmusik zu hören: Das Hamburger Ensemble „Merlini“ spielte Werke von Georg Philipp Telemann. Anlässlich des 250. Todestags des Komponisten wurde ihm eine von Arboretum-Leiter Hans-Dieter Warda gezüchtete Strauchpäonie gewidmet.

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