Umzug : Eine neue Unterkunft für das THW Elmshorn

Im Frühjahr sollen alle Arbeiten am neuen THW-Gebäude fertig sein.
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Im Frühjahr sollen alle Arbeiten am neuen THW-Gebäude fertig sein.

Seit einem Jahr wird für etwa 1,3 Millionengebaut – nun hat der Umzug des Elmshorner Ortsverbandes begonnen.

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16. Januar 2018, 16:15 Uhr

Elmshorn | Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind traditionell eine Zeit, in der es Menschen ruhig angehen. Behörden haben geschlossen, der Politikbetrieb ruht und viele Leute nehmen sich frei. Was treibt Menschen an, ausgerechnet in dieser Zeit Tische, Schränke und Regale zu schleppen, ja gar einen Umzug zu stemmen? Die Antwort fällt knapp aus: das Ehrenamt.

„Vieles haben wir schon herübergetragen, aber wir sind noch nicht fertig“, erklärt Edgar Konetzny. Er ist Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks (THW) Elmshorn und begleitet seit einem Jahr den Bau der neuen THW-Unterkunft. Ungefähr drei Jahre lang dauerte die Planungsphase für den etwa 1,3 Millionen teuren Bau. Im Januar 2017 konnte endlich der erste Spatenstich gemacht werden. Nun steht das Gebäude – ein Klinkerbau, wie Konetzny es sich gewünscht hat. „Da habe ich lange für gekämpft; das gehört einfach zu unserer Region“, findet der THW-Chef, der ansonsten vor allem für eine Maßgabe eintritt: „Wir wollen kein Schickimicki. Es muss langlebig sein, das ist uns wichtig.“

Ortsbeauftragter Edgar Konetzny in einem der neuen Seminarräume.
Foto: Daniela Lottmann

Ortsbeauftragter Edgar Konetzny in einem der neuen Seminarräume.

Im Neubau riecht es nach Baustaub und neuen Möbeln. Es ist heiß, denn die Handwerker mussten die Heizung voll aufdrehen, damit die Feuchtigkeit aus dem Gebäude zieht. Der Fußboden dünstet noch einen stechenden Geruch aus. „Aber es ist schon besser geworden“, sagt Konetzny. Noch ist alles neu, noch gibt es an jeder Ecke etwas zu tun, aber die Mitglieder des THW wollen ihr altes Gebäude hinter sich lassen. Nächsten Monat wird die Baracke, die einstmals beim Bau der A23 als Behelfsunterkunft diente, abgerissen. Danach wird der Platz gepflastert. „Wir haben viel Platz“, sagt Konetzny, der froh ist, dass das THW am Standort Geelbeksdamm 3 bleiben konnte. Endgültig fertig sein soll die neue Unterkunft im Mai.

Der Ortsverband zählt etwa 130 Mitglieder, davon ungefähr 20 Jugendliche und 50 aktive Helfer. Sie würden sich über das neue Gebäude freuen, aber „wir sind froh, wenn alles fertig ist“, sagt Konetzny. „Unsere Hauptaufgabe ist nicht, Möbel umzuräumen. Wir engagieren uns, weil wir helfen wollen“, sagt der Ortsbeauftragter und ergänzt, „Ich freue mich, wenn wir die Einweihungsfeier hinter uns haben und wir wieder unserer ganz normalen Arbeit nachgehen können.“

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