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Elmshorner Nachrichten

11. Dezember 2017 | 08:53 Uhr

Engagement : Eine neue Stiftung für Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bürgermeister Volker Hatje hat zusammen mit der Sparkasse und engagierten Menschen eine Bürgerstiftung ins Leben gerufen.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2015 | 16:00 Uhr

Elmshorn | „Elmshorn hat ein neues Baby“, verkündete gestern der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Elmshorn, Thorsten Stockfleth. Und noch dazu eines, das den Bürgern viel Gutes tun soll. Die Rede ist von einer Bürgerstiftung, die Bürgermeister Volker Hatje gemeinsam mit der Sparkasse und vielen engagierten Bürgern ins Leben gerufen hat. „Um das ganz klar zu machen – das hier ist keine Veranstaltung der Stadt oder der Sparkasse, sondern eine Stiftung von Elmshornern für Elmshorner“, betonte Hatje.

Ziel soll es sein, das bürgerschaftliche Engagement vor Ort zu fördern – und zwar in allen Bereichen. Im Stiftungszweck sind Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur und Sport ebenso aufgeführt wie Denkmalschutz, Jugend- und Altenpflege, Naturschutz oder der Schutz von Ehe und Familie. „Wir wollten bewusst nichts ausschließen“, sagte der Wirtschaftsprüfer Christian Frese, der zusammen mit Hatje und Stockfleth den Vorstand der neuen Stiftung bildet. Wichtig sei allerdings, dass es nicht um die Unterstützung von Individuen sondern von gemeinnützigen Organisationen und Vereinen gehe.

Entstanden ist die Idee einer Bürgerstiftung, als Bürgermeister Hatje vor zwei Jahren von einem Ehepaar ohne Erben angesprochen wurde, das der Stadt etwas zurückgeben wollte und nach einer Möglichkeit suchte, sein Vermögen den Menschen in der Stadt zu vermachen. Die Stiftungs-Gründer hoffen, dass sich daran auch andere Elmshorner ein Vorbild nehmen. Das Startkapital in Höhe von 100.000 Euro stellt erst einmal die Sparkasse Elmshorn zur Verfügung. Da, wie bei einer Stiftung üblich, das Kapital auf Dauer erhalten und nur die Zinsen und Dividenden ausgeschüttet werden, ist dieser Betrag nicht ausreichend. „Bei unserer derzeitigen Zinssituation ständen uns jährlich nur 1000 Euro zur Verfügung“, erklärte Stockfleth. Aus diesem Grund spendet die Sparkasse zusätzlich fünf Jahre lang jedes Jahr 10.000 Euro an die Stiftung. Außerdem hat sich die Sparkasse Elmshorn bereit erklärt, die Stiftung gebührenfrei zu verwalten und potenzielle Stifter zu beraten.

Wer Interesse daran hat, sein Vermögen in die Bürgerstiftung fließen zu lassen, hat vier Möglichkeiten. Die erste Option ist eine Spende, die vollständig für die Zwecke der Stiftung verwendet wird. Eine Alternative ist eine Zustiftung, die dauerhaft das Kapital der Bürgerstiftung erhöht. Wer sich für einen Stiftungsfonds entscheidet, leistet eine Zustiftung, die aber unter dem Namen des Spenders als Unterkonto geführt wird und für den Zweck seiner Wahl ausgeschüttet werden kann. „Wer unsterblich werden möchte, hat außerdem die Möglichkeit, eine Treuhandstiftung zu gründen“, erklärte Hatje. Dabei handelt es sich um eine eigene Stiftung mit individueller Satzung, die vollständig von der Bürgerstiftung verwaltet wird. Den zeit- und kostenintensiven „Papierkram“ kann sich der Stifter so sparen.

Ab Januar wollen Stiftungsrat und -vorstand darüber beraten, welche Organisation zunächst mit dem Geld der Stiftung unterstützt werden soll. Wer will, kann in der Stiftung auch aktiv mitarbeiten. Es sind noch jeweils zwei Plätze im Vorstand und im Stiftungsrat frei. „Im Stiftungsrat haben wir namhafte Personen aus Elmshorn versammelt, die das gesamte bürgerschaftliche Engagement abdecken“, sagte Stiftungs-Vorstand Frese. Unter anderem dabei sind der Rechtsanwalt Klaus Pannen, der Bürgervorsteher Karl Holbach und die Unternehmerin Monika Dormann als Fördervereinsvorsitzende des Industriemuseums. Frese: „Wir wollen ein Netzwerk aufbauen, um potenzielle Spender und Empfänger zusammenzubringen. Das ist ein Geben und Nehmen in beide Richtungen.“ Kontakt zu Stiftungs-Vorstand Christian Frese können Interessierte unter c.frese@buergerstiftung-elmshorn.de oder Tel. 04121-46740 aufnehmen.

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