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Sibiren in Elsmhorn : Eine halbe Million Gäste bekocht

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Küchenchefin Anke Hennecke geht nach 45 Jahren in den Ruhestand - und erntet viel Lob von Geschäftsführerin Heike Thormählen

45 Jahre war Anke Hennecke im Restaurant Sibirien tätig – davon die letzten zwei Jahrzehnte als Küchenchefin. Jetzt trat die 65-Jährige in den Ruhestand und freut sich auf ihre „neue Freiheit“.

Hauswirtschafterin hatte Anke Hennecke auf dem elterlichen Bauernhof gelernt – und mit diesem beruflichen Hintergrund begann sie 1968 als Küchenhilfe in der Gaststätte Sibirien. Seitdem hielt sie dem Unternehmen die Treue – und erlebte drei Wirtsgenerationen der Familie Thormählen. 1993 wurde sie mit der Leitung der Küche und des Küchenteams betraut – eine Funktion, die sie bis zum Eintritt in den Ruhestand voller Engagement, mit viel Initiative und immer mit guter Laune ausgefüllt hat.

Der Einkauf, die Vorratshaltung, die Erstellung des Speisenangebots, Personalplanung und Mitarbeitermotivation sowie das Kochen: Das gehört zu den Aufgaben einer Küchenchefin. Sibirien-Geschäftsführerin Heike Thormählen: „Da muss man sich immer wieder auf etwas Neues einstellen. Anke Hennecke hat immer Lösungen gesucht und gefunden, wie die Wünsche der Gäste zu erfüllen sind!“ Und das ist nicht immer einfach: „Einmal bekamen wir von einer Gastgeberin das Rezept für eine Fischterrine, die wir machen sollten“, erinnert sich die Küchenchefin. „Doch das Gericht wurde und wurde nichts. Dann haben wir es auf andere Weise probiert und siehe da: Die Terrine – immerhin mit 15 Kilo Lachs – gelang.“ Reaktion der Gastgeberin: „Toll, da sieht man mal, was Profis können. Bei mir hat das mit dem Rezept nie geklappt. . .“

Als große Herausforderung für die Küche hat Anke Hennecke die 100-Jahr-Feier des Restaurants in Erinnerung – mit 2000 Gästen, die mit Putengeschnetzeltem versorgt werden mussten. Aber auch der jährlich wiederkehrende Graue-Erbsen-Schmaus mit inzwischen 800 Portionen oder das Mehlbeutelessen an vier bis fünf Tagen stellen große Anforderungen an die Küchenlogistik.

Wirtin Heike Thormählen unterstreicht: „Anke Hennecke war eine fröhliche Küchenchefin, immer auf Neues ausgerichtet, verlässlich und vertrauenswürdig!“ Und: Ob es um warm-kalte Büfetts ging oder um festliche Mehr-Gang-Menüs – das Credo von Küchenchefin Hennecke war immer auch das Credo des Restaurants Sibirien: „Bei uns kommen nur frische Sachen auf den Tisch! Da wird nichts am Vortag vorgekocht, da gibt es nichts aus der Tüte! Alles wird auf den Punkt gekocht, wenn die Gäste da sind!“

Wie viele Gäste mag Anke Hennecke während ihrer Tätigkeit als Küchenchefin in Sibirien bekocht haben? Gemeinsam mit Heike Thormählen rechnet sie nach – und ist über das Ergebnis selbst erstaunt: „Eine halbe Million Gäste werden es bestimmt gewesen sein!“ Kein Wunder, dass sich Anke Hennecke auch gern an die Feier des 111. Geburtstages des Restaurants erinnert – an dem die Gäste für den Service zuständig waren und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedienten.

Die ehemalige Küchenchefin wird Sibirien weiterhin verbunden bleiben: „Wenn Not am Mann ist, komme ich gern und springe ein“, meint sie. Doch dann nicht mehr als Chefin, sondern als Mitglied des Teams. Denn die Leitung der Sibirien-Küche hat im letzten halben Jahr ein Mitarbeiter-Team übernommen, das – natürlich auch mit der Hilfe von Anke Hennecke – nach und nach in seine Aufgaben eingearbeitet wurde. Das sei so etwas wie ein Kulturwandel, meint Wirtin Heike Thormählen, eine Strukturveränderung im Sinne moderner Managementmethoden. Und sie betont: „Das hat prima geklappt! Unsere Gäste können sich darauf verlassen, dass sie nach wie vor optimal versorgt werden!“

Für ihren Ruhestand plant Anke Hennecke, ihre „neue Freiheit“ gut zu nutzen – und zum Beispiel gemeinsam mit Freunden etwas zu unternehmen, zu reisen, ins Theater zu gehen – und natürlich wird sie weiterhin kochen: kleine Portionen für sich selbst. Nur ihren geliebten Mehlbeutel nicht, weil der zu aufwendig ist. Aber den, das hat sie sich fest vorgenommen, wird sie dann im Restaurant Sibirien essen. . .

 

>www.sibirien.de

 

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erstellt am 24.Aug.2013 | 00:35 Uhr

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