Elsmhorn : Ein Spielplatz soll zum Bauplatz werden

Hinter großen Bäumen versteckt liegt der vor allem von kleinen Kindern genutzte Spielplatz am Philosophenweg.
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Hinter großen Bäumen versteckt liegt der vor allem von kleinen Kindern genutzte Spielplatz am Philosophenweg.

Stadt will andere Fläche für Kinder aufwerten. Erlös von etwa 170.000 Euro erwartet. Beratung heute Abend im Ausschuss.

shz.de von
21. Mai 2015, 10:00 Uhr

Elmshorn | Am Philosophenweg in Elmshorn soll ein etwa 1000 Quadratmeter großer Spielplatz in einen Bauplatz umgewandelt werden. Die Mitglieder des zuständigen Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt beraten deshalb während ihrer heutigen Sitzung erneut über die Änderung des Bebauungsplanes Nummer 113 „Langenmoor/Philosophenweg“. Das öffentliche Treffen der Politiker beginnt um 18 Uhr im Sitzungsraum der Weißen Villa, Schulstraße 36.

Wie auch in anderen Bereichen des Stadtgebiets sollen am Philosophenweg städtische Flächen für den Wohnungsbau im Innenbereich der Stadt erschlossen werden. Mit der Umwidmung der als Spielplatz genutzten Grünfläche beschäftigten sich die Politiker und die Verwaltung bereits seit drei Jahren. Es kam bei der Umsetzung der Pläne zu Verzögerungen, weil 2013 der Satzungsbeschluss im Ausschuss abgelehnt worden ist. Der Grund: Den Politikern fehlte ein Gesamtüberblick über die städtischen Spielflächen und deren Nutzung.

Entsprechend forderten die Mitglieder des zuständigen Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule und Sport ein Spielplatzkonzept ein. Sie beschlossen dann aber im November vergangenen Jahres, dass die Erarbeitung eines Spiel- und Freiflächenkonzeptes zurückgestellt werden soll bis die Freiraumplanung im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen abgeschlossen ist. Nun soll heute ohne dieses Gesamtkonzept im Ausschuss für Stadtentwicklung erneut der Abwägungs- und Satzungsbeschluss zur 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 113 beraten werden.

Soll als Ausgleich aufgewertet werden: Der Spielplatz Am Friedhof/Danziger Straße. (Foto: C. Petersen)
Soll als Ausgleich aufgewertet werden: Der Spielplatz Am Friedhof/Danziger Straße. (Foto: C. Petersen)
 

Die Verwaltung hat in der Zwischenzeit die Problematik untersucht, denn es sind beim Beteiligungsverfahren auch zahlreiche Anregungen eingegangen. Hierbei wird der Wegfall des Spielplatzes abgelehnt, weil es dann keine ausreichende Versorgung mit öffentlichen Kinderspielplätzen gäbe. Die Stadt hält dagegen, dass es in der näheren Umgebung ausreichend Alternativen gibt.

Dazu zählen die Spielplätze Am Friedhof/Danziger Straße (Entfernung: etwa 270 Meter), am Ende des Philosophenweges (ca. 600 Meter), am August-Bebel-Platz (ca. 350 Meter) und Koppeldamm (ca. 500 Meter). Im zuständigen Amt für Kinder, Jugend, Schule und Sport wird zudem aufgrund der eingeengten Lage des Spielplatzes am Philosophenweg von einer „Notlösung“ gesprochen. Außerdem wird von der Verwaltung vorgeschlagen, als Ausgleich den Spielplatz Am Friedhof/Danziger Straße aufzuwerten, was etwa 35.000 Euro kosten wird.

160 bis 170 Euro pro Quadratmeter

Ein weiterer Punkt: Die Bäume auf dem Gelände sind von der Stadt größtenteils als erhaltenswert eingestuft worden und sollen entsprechend im geänderten Bebauungsplan festgeschrieben werden. Den Beschluss zur Änderung des Planes muss letztlich das Stadtverordnetenkollegium fassen.

Seit vielen Jahren nicht mehr bebaut: Das Eckgrundstück am Philosophenweg (l.) und Koppeldamm/Zeppelinplatz (hinten). (Foto: C. Petersen)
Seit vielen Jahren nicht mehr bebaut: Das Eckgrundstück am Philosophenweg (l.) und Koppeldamm/Zeppelinplatz (hinten). (Foto: C. Petersen)
 

Bei einem Verkauf des Spielplatzes als Baugrundstück erwarte die Stadt Einnahmen von etwa 160 bis 170 Euro pro Quadratmeter, was einer Gesamtsumme von etwa 166.000 bis 176.000 Euro entspricht.

Auf die Bebauung des seit Jahren ungenutzten Eckgrundstücks Koppeldamm/Philosophenweg hat die Stadt übrigens keinen Einfluss. Es handelt sich um eine Privatfläche. Eine Bebauung ist möglich, hängt jedoch weitgehend von der Initiative des Eigentümers ab. Er hat sich aber diesbezüglich seit nunmehr zehn Jahren nicht geregt.

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