Elmshorner Bauvorhaben : Ein Ring für Rotes Kreuz

So möchten Stadt und Investor das neue Quartier „Wohnpark Elbmarsch“ gestalten: Über den Hedwig-Kreutzfeldt-Weg gelangen Bewohner und Besucher in die Siedlung. Der „Henry-Dunant-Ring“ – als Abzweiger – befindet sich als verbindendes Element zu Wohnraum und Parkflächen im Zentrum des Wohngebietes. Unten im Bild liegt die Straße Sandberg als Hauptverkehrszubringer.
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So möchten Stadt und Investor das neue Quartier „Wohnpark Elbmarsch“ gestalten: Über den Hedwig-Kreutzfeldt-Weg gelangen Bewohner und Besucher in die Siedlung.

Großprojekt „Wohnpark Elbmarsch“: Die Planstraße durch das neue Siedlungsgebiet soll den Namen „Henry-Dunant-Ring “ tragen.

shz.de von
29. November 2013, 16:00 Uhr

Es ist ein weiterer Baustein hin zur Verwirklichung eines weiteren Wohngebiets: Der Ausschuss für Kultur und Weiterbildung hat in seiner Sitzung diese Woche dem geplanten Quartier „Wohnpark Elbmarsch“ nun auch einen Straßennamen zugesprochen. Statt des angekündigten Namens „Elbmarschring“ soll zukünftig die Wegung im Zentrum der neuen Siedlung nun „Henry-Dunant-Ring“ heißen. Darauf verständigte sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder.

Mit diesem Schritt nimmt das neue Wohnquartier dann auch offiziell in den Straßen-Verzeichnissen der Stadt Gestalt an. Der ursprüngliche Namensvorschlag „Elbmarschring“ stammte aus der städtischen Verwaltung. Auf Vorschlag der SPD-Fraktion kam jedoch überraschend der Name „Henry Dunant“ auf die Tagesordnung. Henry Dunant war der erste Friedensnobelpreisträger und Vater des Roten Kreuzes und der Genfer Konventionen. „Der Name Henry Dunant passt wunderbar zu Hedwig Kreutzfeldt“, sagt Kultur-Ausschussvorsitzender Thorsten Mann-Raudies. Kreutzfeldt (1906-1998) war eine Elmshorner Politikerin (SPD), die sich in allen Bereichen der Pflege und Gleichberechtigung verdient gemacht hat. Mann-Raudies: Der Begriff „Elbmarsch“ sei zwar thematisch akzeptabel, der Bezug des alten „Haus Elbmarsch“ und dem Roten Kreuz hätte historisch jedoch mehr Tiefgang.

Was ist geplant? Das Elmshorner Immobilien-Unternehmen Semmelhaack plant, auf dem Gebiet des ehemaligen Alten- und Pflegeheims „Haus Elbmarsch“ am Sandberg hochwertigen Mietwohnraum zu bauen. 30 Millionen Euro will der Wohnungsbau-Gigant investieren. Semmelhaack will mit dem Projekt ein Quartier mit 226 Wohnungen schaffen, in dem sämtliche Generationen gemeinsam gut leben können.

Anfang kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten mit dem Abriss des alten Gebäudes ihren Start nehmen. 2015, so der Plan der Beteiligten, sollen die Wohnungen und das Areal fertiggestellt sein.

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