zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

21. August 2017 | 05:31 Uhr

Elmshorn : Ein neues Haus für das THW

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Für 1,2 Millionen Euro baut die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben eine neue Unterkunft für das Technische Hilfswerk in Elmshorn.

Elmshorn | Es hat lange gedauert – aber jetzt rückt ein Neubau der Unterkunft des Technischen Hilfswerks (THW) in greifbare Nähe. Bei seinem gestrigen Besuch beim Ortsverband Elmshorn verkündete der THW-Präsident Albrecht Broemme, dass der Neubau beschlossene Sache ist. Im Juli nächsten Jahres ist der erste Spatenstich angesetzt. Ein Jahr später, rechtzeitig zum 65. Bestehen des Ortsvereins, soll das Gebäude im Wert von 1,2 Millionen Euro übergeben werden.

„Eine THW-Unterkunft hat einen typischen Werdegang von einer Baracke über ein Provisorium bis hin zum Gebäude“, sagte Broemme. In Elmshorn sei der Ortsverband immer noch in einer Baracke untergebracht, bei der das Pflegen hinten und vorne nicht mehr reichen würde. Das Gebäude war in den 70er Jahren für die Unterbringung der Bauleitung für den Bau der A23 erstellt worden. Eine Wärmedämmung ist praktisch nicht vorhanden, die sanitären Anlagen befinden sich in einem schlechten Zustand, es gibt Asbest und Platz ist nicht ausreichend vorhanden. Bereits seit 2009 war für Sanierungen kein Geld mehr in die Hand genommen worden.

Es war also höchste Zeit, einen Neubau zu realisieren. Erkannt hatte das das THW schon vor zehn Jahren. Seit der Bundestag Ende 2014 der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) 27 Millionen Euro für den Ersatz zahlreicher alter THW-Unterkünfte zur Verfügung gestellt hat, steht jetzt auch das notwendige Geld bereit. Weil sich die Unterkunft in Elmshorn in einem besonders schlechten Zustand befindet, steht sie auf der Prioritätenliste ganz oben. Deshalb werden die 120.000 Euro, die die BImA seit 2009 in Elmshorn durch den Sanierungsstau angespart hatte, in das neue Konzept investiert, „ein einmaliger Fall“, wie Manfred Krause von der BImA betonte.

„Wir haben ordentlich Druck gemacht im Parlament“, berichtete der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann von den politischen Verhandlungen. Gerade heute werde das THW durch die Herausforderungen der Flüchtlingskrise und des Klimawandels immer stärker gefordert. Der Ortsverband hat sich mit seinen 146 Kameraden in diesem Jahr nicht nur bei der Unfallhilfe auf der A23, sondern auch bei der Beseitigung von Sturmschäden und beim Aufbau von Flüchtlingsunterkünften in der Region engagiert.

Haben sich für die neue THW-Unterkunft eingesetzt: Editha Meklenburg vom THW-Landesverband (v. l.), Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann, Manfred Krause von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, THW-Präsident Albrecht Broemme und der THW-Ortsbeauftragte Edgar Konetzny. (Foto: Pfeifer)
Haben sich für die neue THW-Unterkunft eingesetzt: Editha Meklenburg vom THW-Landesverband (v. l.), Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann, Manfred Krause von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, THW-Präsident Albrecht Broemme und der THW-Ortsbeauftragte Edgar Konetzny. (Foto: Pfeifer)
 

Die neue THW-Unterkunft hat mit 400 Quadratmetern etwa die gleiche Größe wie das aktuelle Gebäude, ist räumlich auf zwei Stockwerke aber besser aufgeteilt. Sie erhält eine robuste Backstein-Fassade und soll unter anderem über Büros, Umkleiden und Aufenthalts- und Ausbildungsräume verfügen. Es wird zwischen der aktuellen Unterkunft und der ehemaligen Jugendbildungsstätte entstehen. Die beiden alten Häuser werden abgerissen – die aktuelle Unterkunft aber erst, wenn die neue steht. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit des THW zu keiner Zeit eingeschränkt.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 08.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen