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Bahnhof-Gipfel Elmshorn : Ein Neubau ist noch lange nicht in Sicht

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Finanzierung ist weiter völlig unklar. Elmshorn hofft auf Zuschüsse. Jetzt ist ein weiteres Treffen geplant.

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2014 | 14:00 Uhr

Elmshorn | Den erhofften Durchbruch hat der Bahn-Gipfel nicht gebracht. Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje (parteilos) hatte sich im Rathaus mit hochrangigen Vertretern der Deutschen Bahn getroffen, um die Planungen für Elmshorns neuen Bahnhof voranzutreiben. Doch am Ende blieben mehr Fragen als Antworten.

„Der große Durchbruch war es noch nicht. Es sind intern noch viele Dinge zu klären“, berichtete Hatje am Freitag. Nachdem sich Stadtplanerin Silke Faber zuletzt noch mit einem Baubeginn 2016 und der geplanten Fertigstellung 2019 aus dem Fenster gelehnt hatte, stellte der Bürgermeister nun klar: „2019 wird der Bahnhof definitiv nicht fertig. Zurzeit treffe ich keinerlei Festlegung, weder zur zeitlichen Schiene noch zur finanziellen Realisierung.“

Hatje hatte sich von dem Treffen positive Signale für ein finanzielles Engagement der Deutschen Bahn beim Bahnhofsbau erhofft. Doch vergeblich. Als „sehr fraglich“ bezeichnete er nach dem Gespräch die Chance darauf, dass sich das Unternehmen an dem Projekt finanziell beteiligt. Da die Stadt den Neubau in keinem Fall alleine stemmen kann, hofft sie auf Förderungen aus Landes- und EU-Töpfen. Doch da gibt es ein großes Problem. Die Gelder fließen nur, wenn die Stadt auf öffentlichem Boden investiert – und dazu müsste die Bahn bereit sein, ihr Grundstück der Stadt zu übertragen. Auch die Chancen dafür sind nach dem Gipfel nicht kalkulierbar, erläuterte Hatje. Von der Immobilienseite der Bahn war niemand bei dem Treffen in Elmshorn dabei.

Hatje ist nach dem etwas ernüchternden Treffen aber keineswegs pessimistisch. Die Bahn sicherte zu, weiterhin eng mit der Stadt zu kooperieren. Bereits in sechs bis acht Wochen soll es ein nächstes Gespräch geben. „Danach gibt es dann hoffentlich ein wenig mehr Klarheit“, so der Bürgermeister.

Die Neubaupläne sehen unter anderem ein spektakuläres Dach vor. Der neue Bahnhof soll – luftig und von beiden Seiten der Gleise zugänglich – die Trennung der Innenstadt durch die Bahntrasse in einen westlichen Teil (Holstenplatz/Königstraße) und einen östlichen Bereich (Mühlenstraße) mindern.

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