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Neues Kibek-Quartier : "Ein echter Gewinn für die Stadt"

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die öffentliche Präsentation des Investors zog ein großes Publikum an. Die Politik fordert indes Nachbesserungen ein.

Großes Interesse an Kibek-Quartier – das im und am ehemaligen Teppich-Hochhaus an der Reichenstraße geplante Wohnungsprojekt lockte am Donnerstagabend reichlich Publikum in die Weiße Villa. Dort präsentierten Vertreter des Elmshorner Immobilien-Unternehmens und Investors Semmelhaack in öffentlicher Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt die Pläne zum Vorhaben. Stadtverwaltung und Politik waren sich einig, dass das Vorhaben „ein echter Gewinn für die Stadt ist“. Allerdings zeigte die Vorstellung auch etliche Schwachpunkte im Konzept auf.

Wie berichtet, hat der Elmshorner Unternehmer Semmelhaack das ehemalige Kibek-Gelände erworben und möchte das Hochhaus als Wohnraum herrichten. Nebenan sollen weitere Neubauten mit Wohnmöglichkeiten entstehen. Bis zu 170 Wohnungen könnten insgesamt dort an der Reichenstraße gebaut werden. Diese Pläne wurden nun erstmals öffentlich präsentiert.

Sachlich, analysierend und reduziert auf wenige Eckdaten beschrieb Ayse Aslan vom planenden Architekturbüro „Schneider + Sendelbach“ die konzeptionelle Projektentwicklung in ihrem Hause. „Unser Ziel war es, das charmante Hochhaus als Solitär zu erhalten“, sagte sie zur konzeptionellen Herangehensweise. Das Architektenteam hätte darauf geachtet, dass sie die städtebaulichen Vorgaben so weit wie möglich einhielten. So hätten sie großes Augenmerk auf die Schaffung von Innenhöfen mit parkähnlicher Struktur gelegt.

Packend und konstruktiv diskutierten im Anschluss Vertreter der Fraktionen mit Helmut Weigelt, Projektleiter des Kibek-Quartiers bei Semmelhaack. Angesichts stetig steigender Energiekosten sprach Ulrich Lenk (SPD) das Thema direkt an: „Ist ein Energiekonzept für das Quartier angedacht?“ Weigelt dazu: „Wir stehen noch am Anfang. Wir werden bei unseren weiteren Planungen auch über das Quartier hinaus denken.“ Eine Anbindung an den Betrieb der Kölln-Flocken-Werke wäre nach Aussagen von Bürgermeister Hatje ebenfalls eine mögliche Option. Gespräche liefen bereits.

Zweites Thema: Parkplätze. Option Tiefgarage unter den Neubauten – diese Plätze reichten nicht für die geforderte Anzahl an Stellflächen. Und weiter: Der Schatten, den das Hochhaus auf die Neubauten wirft. „Warum bauen sie nicht statt östlich des Hochhauses auf der westlichen Parkplatzseite Wohnungen?“, beschrieb Ausschussvorsitzender Andreas Hahn (CDU) seine Kritik an den Plänen. Johanna Skalski (SPD) fehlten in den aufgezeigten Plänen große Wohnungen für Familien und Rainer Naske (Die Grünen) bat die Semmelhaack-Vertreter sogar, auch die Knechtschen Hallen zu kaufen und zu überplanen. Punkte wie Verkehrsplanung rund ums Quartier wurden ebenso angesprochen wie Bürgerbeteiligung.

Weigelt nahm aufmerksam die Kritikpunkte auf. Hahn dazu: „Wir müssen bei dem weiterem Vorgehen die Vorteile beider Varianten mitnehmen und die Schwachpunkte beseitigen.“ Das Quartier wäre eine große Herausforderung. Aber: Bürgermeister Hatje war sich in aller bester Baumeister-Bob-Manier sicher: „Ja, das schaffen wir.“ Der Aufstellungsbeschluss für das Kibek-Quartier wurde einstimmig beschlossen.

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erstellt am 27.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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