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Elmshorner Nachrichten

17. Oktober 2017 | 02:50 Uhr

Elmshorn : Ein Bahnhof mit kleinen Läden

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bei den Umbauplänen der Stadt geht es jetzt um das Geld. Bürgermeister Volker Hatje hält Mieteinnahmen zur Finanzierung für sinnvoll.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Ende August treffen sich in Elmshorn die möglichen Geldgeber für den Umbau des maroden Bahnhofs. Nachdem sich die Bahn lange Zeit geziert hatte, ist nun Bewegung in die Sache gekommen. „Die Bahn hat deutlich gemacht, dass sie zum Umbau des Bahnhofs steht“, hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder nach einem Treffen mit der Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn, Manuela Herbort, berichtet. Das habe Herbort in Elmshorn bestätigt, so Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje. Nach einer Besichtigung des Bahnhofs, unter anderem mit Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer, hätten Minister und Konzernbevollmächtigte erklärt, es müsse dringend etwas gemacht werden, berichtete Hatje.

Grundsätzlich, so Hatje, sei die Bahn für die Gleise und den Bahnhof, aber nicht für den Umbau des Bahnhofumfelds zuständig. Unter anderem ist auf dem Holstenplatz ein Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) geplant, der mit einer neuen Trasse an die Königstraße angebunden werden soll. Hier kämen Bund und Land mit der Städtebauförderung als Geldgeber infrage.

Doch auch bei diesem Bau steckt der Teufel im Detail,wie Hatje am Beispiel der Bahn erläutert. Das Unternehmen habe deutschlandweit festgelegt, nach welchen Standards unter anderem Bahnhöfe gebaut werden dürften, damit die Bahn die Projekte fördern könne. „Das in Elmshorn geplante futuristische Dach gibt es nirgendwo in Deutschland. Das könnte deshalb für die Bahn problematisch werden“, so der Bürgermeister.

Allerdings hat er auch Ideen, wie ein Teil der Kosten für das Mammutprojekt wieder hereinkommen könnte: „Wir müssen überlegen, ob wir nicht mehrere Läden in den Bahnhof integrieren können“. Der Mehraufwand wäre vergleichsweise gering. „Wir könnten so aber Mieterträge generieren“, sagt der Bürgermeister. Möglicherweise müsse deshalb der Entwurf überarbeitet werden. Denn die Stadt sei auf finanzielle Hilfe angewiesen. „Allein könnten wir das unmöglich alles finanzieren“, weiß Hatje.

Dass ein Großprojekt wie der Umbau des Bahnhofs und seines Umfelds nicht in einem Stück realisiert werden kann, steht für den Bürgermeister außer Frage: „Wir müssen das Projekt in verschiedenen Abschnitten entwickeln und bauen.“ Und je nach Fortgang der Baumaßnahmen müssen die unterschiedlichen Fördertöpfe angezapft werden.

Zu der Frage, wie viel der Umbau des Bahnhofs und seines Umfelds kosten wird, will Hatje keine Stellung nehmen. „Ich sage noch nichts zu Zahlen.“ Sicher ist, dass es sich um einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe handelt. Denn in eben dieser zweistelligen Millionenhöhe sind schon die von der Stadt erhofften Zuschüsse. Nach der Finanzierungskonferenz dürfte einiges klarer sein.

Die Stadt hofft, 2016 mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Auf einen Termin für die Fertigstellung des neuen Bahnhofs will sich Hatje ebenfalls nicht genau festlegen. Anders Stadtplanerin Silke Faber: „Der Bahnhof wird bis 2019 gebaut; wir halten das Ziel aufrecht, und das sieht auch realistisch aus“, hatte sie bereits im Februar erklärt.

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