Ehre, wem Ehre gebührt

Günter Klose bekam von Dierk Hansen das Ehrenzeichen in Silber.
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Günter Klose bekam von Dierk Hansen das Ehrenzeichen in Silber.

Technisches Hilfswerk zeichnet bei der Schlüsselübergabe des Neubaus verdiente Mitglieder aus

shz.de von
19. Juni 2018, 16:10 Uhr

„Ich habe so eine Urkunde noch nie übergeben“, gab Dierk Hansen am Sonntag zu. Der Landesbeauftragte des Technischen Hilfswerks (THW) für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern überreichte in Elmshorn eine ganz besondere Ehrung: Herbert Maack engagiert sich seit 60 Jahren im THW, das selbst gerade einmal 68 Jahre alt ist.

Ehrungen für langjährige Mitglieder und solche, die sich besonders eingesetzt haben: Dafür hatte sich der Elmshorner Ortsverband des THW eine große Bühne ausgesucht. Bei der Schlüsselübergabe für den Neubau des THW zeichneten die Helfer ihre verdienten Kameraden aus. Ehrengast Landesinnenminister Hans-Joachim Grote gratulierte und heftete Ehrennadeln an Revers, Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Vertreter vieler Helferorganisationen waren in Elmshorn dabei.

Die höchste Auszeichnung erhielt das langjährige THW-Mitglied Günter Klose. Er bekam vom Landesbeauftragten Dierk Hansen das Ehrenzeichen in Silber, die zweithöchste Ehrung, die das THW zu vergeben hat. Edgar Konetzny, der Elmshorner Ortsbeauftragte des THW, charakterisierte den Zugführer des sechsten Bergungszugs als Vertreter preußischer Tugenden mit einem „ganz klaren Prinzip: Gemeinwohl ist immer wichtiger als Eigenwohl“.

Konetzny erinnerte an Kloses Einsätze bei Flut, bei Gipfeltreffen, in der Flüchtlingskrise oder bei Amtshilfe für andere Hilfsorganisationen. Mehrmals begleitete Klose Hilfstransporte in die ehemalige Sowjetunion. Als Schirrmeister – so heißt beim THW der Gerätewart – habe der gelernte Kfz-Schlosser auch mal Ausrüstungsgegenstände zum Reparieren mit nach Hause genommen. Klose, seit 50 Jahren beim THW dabei, hat allein in den vergangenen zehn Jahren 7 777 Einsatzstunden geleistet, illustrierte Konetzny dessen großen Einsatz.

Herbert Maack, seit 60 Jahren im THW, blickte bei seiner Ehrung in die Vergangenheit zurück: Anfangs bestand die Ausrüstung der Helfer aus „ein paar Plattschaufeln und zwei Schubkarren“. Diverse Umzüge und mehrere Jahrzehnte später resümierte der langjährige Helfer angesichts des aktuellen Fuhrparks: „Alle Achtung, das THW hat sich gemacht“.

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