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Rollstuhlsport macht Schule : EBS-Schüler nehmen an Projekt teil

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das Ziel des Projektes: Jugendliche sollen erkennen, welche Herausforderungen Menschen mit Handicap meistern.

Elmshorn | Wie fühlt es sich an, wenn man im Rollstuhl sitzt? Wie komme ich mit der Handhabung klar und kann ich in ihm auch Sport treiben? Auf all diese Fragen bekamen Neuntklässler der Elsa-Brändström-Schule jetzt eine Antwort von Herbert Tietz, dem Landesfachwart für Rollschulsport in Schleswig-Holstein. Selbst 1974 an der Wirbelsäule verletzt, aber durch Reha-Sport wieder so gut wie genesen, weiß Tietz aus erster Hand zu berichten. Doch grau ist alle Theorie und so durften die Schüler anhand von Fahrübungen auch praktische Erfahrungen sammeln (geradeaus, rückwärts oder mit 45-Grad-Schwenk, Schwungrad am Reifen betätigen ohne sich die Finger einzuklemmen, auf Tempo kommen, Bremsen ohne zu kippen, Eigendynamik des Rollstuhls erspüren). Das Gelernte wurde am Ende der Unterrichtseinheit bei einem Volleyballspiel umgesetzt.

„Unser Ziel ist es, Schüler für die Situation von Rollstuhlfahrern zu sensibilisieren, Aha-Effekte hervorzurufen und zu erkennen, dass man, auf den Rollstuhl angewiesen, nicht nur an Grenzen stößt, sondern auch viele Möglichkeiten hat“, erklärt Fabian Blödorn, der den Schülern an der EBS Sportunterricht erteilt. Er hatte sich mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband in Verbindung gesetzt. „Das Projekt kostet für Schulen kein Geld“, erklärt der Referendar, Terminwünsche könne man mit dem Verband vereinbaren, der dann Referenten wie Herbert Tietz an die Schulen schicken würde. Die Rollstühle werden gestellt.

Ansprechpartnerin beim Deutschen Rollstuhl-Sportverband ist für Schulprojekte Tatjana Sieck unter Telefon: 040-73063814, Infos: drs.org

Bei dem Schulprojekt „Rollstuhlsport macht Schule“ in Schleswig-Holstein handelt es sich um eine Initiative der Unfallkasse (UK) Nord in Kooperation mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband e.V. (DRS) und dem Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH). Hochrangige Unterstützung erfährt das Projekt auch durch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), der die Schirmherrschaft übernommen hat.

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erstellt am 02.Feb.2016 | 17:00 Uhr

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