EBS räumt beim Stadtradeln ab

Sie freuten sich über ihre Preise: Die Schüler der EBS und weitere aktive Radfahrer aus Elmshorn.
Sie freuten sich über ihre Preise: Die Schüler der EBS und weitere aktive Radfahrer aus Elmshorn.

Das Gymnasium holte alle vier Schulpreise / Insgesamt wurde Elmshorn mit 208 974 gefahrenen Fahrrad-Kilometern Kreissieger

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05. Juli 2018, 16:00 Uhr

Direkt vor der Elsa-Brändström-Schule (EBS) hat sich ein Bobby-Car-Stau gebildet. Die Fahrer – allesamt Schüler – sitzen genervt auf ihren Fahrzeugen und schauen ungläubig zu, wie sie von einem Radfahrer nach dem anderen überholt werden. Am Ende sind es die „Autofahrer“ leid – sie werfen ihre vierrädrigen Gefährte auf einen großen Haufen und steigen selbst aufs Rad um. Das Fazit verkünden die jungen Fahrrad-Enthusiasten im Chor: „Fahrradfahren: Supernormal!“.

Diese kleine Geschichte erzählen die Schüler der Klasse 6e der EBS in einem kurzen Video, das sie beim Stadtradeln eingereicht haben. Gewonnen haben sie damit den Kreativpreis der Stadtwerke, dotiert mit 250 Euro. Und das war längst nicht der einzige Preis, den die Rad-Enthusiasten der EBS bei der Preisverleihung des Stadtradelns abgesahnt haben. Vielmehr gingen auch die anderen drei Schulpreise an das Gymnasium, wie Klimaschutzmanager Markus Pietrucha am Dienstagabend verkündete.

Mit 13 128 gefahrenen Fahrrad-Kilometern ging der dritte Platz (100 Euro) an die Klasse 5d. Den zweiten Platz (250 Euro) hatte ebenfalls die Klasse 6e mit 14 333 Kilometern erreicht. Am sportlichsten war die Klasse 6a mit 15 528 gefahrenen Kilometern. Ihre 400 Euro Preisgeld wollen die Schüler zu gleichen Teilen an das Pflegezentrum Haus Flora und das Hamburger Kinderhospiz Sternenbrücke spenden.

Insgesamt hatten sich in Elmshorn 22 Schulklassen mit mehr als 600 Teilnehmern am Stadtradeln beteiligt und dabei mehr als 103 000 Kilometer mit dem Drahtesel zurückgelegt. Zum siebten Mal hatte Elmshorn an der bundesweiten Aktion teilgenommen, drei Wochen lang war die Krückaustadt im Fahrradfieber. Von der Grundschulklasse bis zum Seniorenrat wurden Fahrradtouren veranstaltet, es gab eine große Sternfahrt nach Hamburg, eine kreisweite Bike Night und eine Fahrradklebecodier-Aktion. In der gesamten Stadt erradelten 1032 Elmshorner auf dem Arbeitsweg und in der Freizeit gemeinsam 208 974 Kilometer und sparten dabei 29 674 Kilogramm Co2 ein.

Der Klimaschutz ist das eigentliche Ziel des Stadtradelns. Aber, wie Bürgermeister Volker Hatje am Rande der Veranstaltung sagte: „Am Ende geht es allen nur darum, ob wir Pinneberg geschlagen haben.“ Das ist Elmshorn in diesem Jahr mit Leichtigkeit gelungen. Pinneberg kann gerade einmal 90 000 Kilometer vorweisen, der Zweitplatzierte im Kreis wurde Wedel mit rund 95 000 Kilometern – und das, obwohl in Elmshorn weniger Radfahrer als sonst dabei waren, weil umliegende Gemeinden erstmals ihr eigenes Stadtradeln veranstaltet haben. Sogar bundesweit steht Elmshorn mit einem 33. Platz unter 806 teilnehmenden Städten sehr gut da – vor deutlich größeren Städten wie Regensburg oder Trier.

Zu dieser Leistung trugen natürlich auch die herausragenden Einzelleistungen bei. Siegfried Grigo vom Seniorenrat etwa hat alleine 700 Kilometer abgerissen, darunter eine 250-Kilometer-Tour zum Schützenfest in Elmshorns Partnerstadt Wittenberge. Und noch viel wichtiger: „Ich habe viele Senioren motiviert, ihre gefahrenen Kilometer auch tatsächlich einzutragen.“

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