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Elmshorner Nachrichten

20. August 2017 | 21:36 Uhr

Duell zwischen Beatles und Stones

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Musikserie Unter dem Namen „Rock on Wood“ spielen Karsten Wagner und Jan Hauschildt die Hits der 60er und 70er Jahre

John Lennon sagte eins über Stones-Frontmann Jagger: „Micks schwules Getanze ist ein Witz.“ Die Rivalität der Beatles und der Stones dominierte jahrelang, jahrzehntelang die Musikgeschichtsschreibung. Und bis heute streiten sich die Geister über die Konkurrenz der beiden Musikgiganten, den Mythos der Rivalität. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

Karsten Wagener und Jan Hauschildt machen mit ihrer Band „Rock on Wood“ aus der bekanntesten Konkurrenz der Musikgeschichte immer ein kleines Schauspiel auf der Bühne: Jan liebt die Beatles, Karsten die Stones. In echt lieben die Musiker aus Elmshorn beide Bands, denn ihr Herz schlägt für die 60er und die 70er, die Musik ihres Duos bezeichnen sie als Acoustik Rock, Pop und Blues.

Die Leidenschaft für diese Zeit kommt nicht von ungefähr, denn die beiden Gitarristen sind mit dieser Musik aufgewachsen und erlebten ihre jugendliche Musikrebellion mit den Platten der 60er und 70er. Denn zu dieser Zeit, so Karsten Wagener, war eine LP unglaublich wertvoll, denn man hatte nur eine, die man teuer ertstanden hat, ein wertvolles Album, das man rauf-und runterhörte. Auch heute kann er jedes Solo, jeden Einsatz mitspielen, mitsingen. Das Musizieren der Beiden begann ebenfalls in ihrer Jugend, bei Karsten sogar in der Bismarckschule.

1976 hatte er seine erste Aufführung auf der Bühne der alten Aula – zur damaligen Zeit eine umstrittene Debatte im Kollegium, dass auf der „heiligen Bühne“, wo noch die Gedenktafeln der Gefallenen hingen, so unsagbar wilde „bösartige“ Rockmusik aufgeführt wurde. Zu „Rock on Wood“ wurden Karsten und Jan aber erst Ende 2011, als sie beschlossen, auf einem Campingplatz in Südfrankreich Akkustikmusik zu präsentieren, auch wenn sie vorher bereits bei den „Sonic Cookies“ gemeinsam spielten.

Man mag sich jetzt fragen, warum die Beiden sich als Band bezeichnen, obwohl diese nur aus zwei Mann besteht. Das ist einfach, denn sie spielen nicht nur Gitarre, sondern singen und spielen gleichzeitig mit den Füßen auch noch Percussion-Instrumente. Der Gesamtklang klingt nach einer mehrköpfigen Band, durch gewieftes Stimmen der Gitarren sogar mit Bass, gelegentlich kommt auch die Mundharmonika zum Einsatz, zum Beispiel bei dem Evergreen „Highway to Hell“ – und das funktioniert erstaunlich gut.

Das Tanzbare, der Rhythmus ist für „Rock on Wood“ das wohl Wichtigste in ihrer Musik. Sie wollen ihr Publikum begeistern und mitnehmen, tanzend, jubelnd. Dennoch kommen Abstriche bei der Repertoireauswahl nicht in frage, denn den Musikern ist es wichtig, ausschließlich die Musik zu spielen, die sie selbst lieben und leben und keine Wunschcoverband zu sein. Helene Fischer oder Udo Jürgens kommen ihnen nicht auf die Bühne. Authentisch, englischsprachig, rockig und mehrstimmig muss das Ganze sein, denn schließlich soll die Musik immer noch ein Hobby bleiben, dem sie aber mit großer Professionalität hinterhergehen.

Sie lieben vor allem die Evergreens der 60er und 70er, das Generationenübergreifende in der Musik und schätzen den Dialog mit ihrem Publikum, an dem sie immer wieder neue Songs und Cover ausprobieren – danach entscheidet sich, ob der Song bleibt oder fliegt. Und ganz nebenbei ist es für Karsten und Jan von unschätzbarem Wert, dass sie ein Zweierteam sind, schließlich brauchen sie nicht viel Platz und alles lässt sich einfacher organisieren. Neben privaten Feiern tingeln „Rock on Wood“ in ganz Schleswig-Holstein, vor allem an der Küste durch Musikkneipen, um die vergangene Zeit der Beatles und der Stones wieder aufleben zu lassen.


„Rock on Wood“ spielen öffentlich am 1. Mai zur Eröffnung der Fähre Kronsnest von 14-16 Uhr auf der Seite Seesteraudeich.


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