KGSE Elmshorn : Dritte Zwangspause beim Bau

Die neue Erich Kästner Gemeinschaftsschule Elmshorn (KGSE) aus der Vogelperspektive. Unten der Bauabschnitt A mit dem Eingangsbereich (rechts), Verwaltungsräumen, Lehrerzimmern und dem Oberstufentrakt. In der Mitte der fertiggestellte Teil des neuen Schulhofes und der Bauabschnitt B mit der Stadtteilbücherei und dem Forum sowie weiteren Klassenräumen. In dem noch nicht fertigen Abschnitt C sollen Mensa und Fachräume untergebracht werden, daneben ist die große Turnhalle zu sehen. Sie wird 2015 durch den Bauabschnitt D an die Schulgebäude angebunden und erhält einen behindertengerechten Zugang.
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Die neue Erich Kästner Gemeinschaftsschule Elmshorn (KGSE) aus der Vogelperspektive. Unten der Bauabschnitt A mit dem Eingangsbereich (rechts), Verwaltungsräumen, Lehrerzimmern und dem Oberstufentrakt. In der Mitte der fertiggestellte Teil des neuen Schulhofes und der Bauabschnitt B mit der Stadtteilbücherei und dem Forum sowie weiteren Klassenräumen. In dem noch nicht fertigen Abschnitt C sollen Mensa und Fachräume untergebracht werden, daneben ist die große Turnhalle zu sehen. Sie wird 2015 durch den Bauabschnitt D an die Schulgebäude angebunden und erhält einen behindertengerechten Zugang.

Erneut Verzögerung beim rund 36 Millionen Euro teuren Schulprojekt. Kostenrahmen soll trotzdem unbedingt eingehalten werden.

shz.de von
21. Juni 2014, 10:00 Uhr

Elmshorn | Frust bei allen Beteiligten – und Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje (parteilos) will sich nicht mehr festlegen, wenn es um einen endgültigen Fertigstellungstermin für den Neubau der Erich Kästner Gemeinschaftsschule Elmshorn (KGSE) geht. „Eine Eröffnung ist nach den Sommerferien angepeilt, aber wir geben keine Terminangaben mehr“, sagt Elmshorns Verwaltungschef.

Bürgermeister Hatje und seine Mitarbeiter im Gebäudemanagement sind mittlerweile gebrannte Kinder: Allein zwei Firmenpleiten brachten das Bauprojekt immer wieder durcheinander. Die Verzögerungen konnten nicht alle wieder eingeholt werden.

Jetzt ruht der Bau des dritten Gebäudes, das eigentlich schon fertiggestellt sein sollte, voraussichtlich wieder zwei bis drei Monate lang. Die Schüler werden weiterhin auf ihre neue Mensa warten müssen. Sie leben seit dem Abriss der alten KGSE im März 2013 mit einem Provisorium.

Der Grund für die erneute Verzögerung liegt im Ausschreibungs- und Vergabeverfahren für technische Gewerke. Hier konnten bestimmte Vorgaben und Fristen von den beauftragten Büros nicht entsprechend eingehalten werden. „Alle Büros sind ausgelastet und eine Personalnot ist in der Branche vorhanden. Das ist ein Problem“, gibt Hatje zu bedenken. Es gelte nun, so zügig wie möglich mit dem Bau durchzukommen und vor allem im Kostenrahmen von rund 36 Millionen Euro zu bleiben. Hatje dazu: „Das ist aufgrund der allgemeinen Baukostensteigerung eine Herkulesaufgabe.“ Die Stadt sei, so Hatje weiter, durch die vorherigen Verzögerungen bereits mit dem Bauetat am Limit.

„Wir haben keinen finanziellen Puffer mehr“, informierte der Bürgermeister während der jüngsten Sitzung des zuständigen Ausschusses die Politiker. Hatje zeigte sich dabei leicht frustriert, denn sowohl er als auch seine Ingenieure und Architekten im Rathaus haben bei derartigen Problemen nur sehr begrenzte Möglichkeiten, die Entwicklung beim zurzeit größten Bauprojekt der Stadt zu steuern.

2007 beschließen Elmshorns Politiker für die marode Kooperative Gesamtschule Elmshorn einen Neubau zu erstellen. Es folgt 2008 der Architektenwettbewerb und im Februar 2009 beschließen die Stadtverordneten, den Siegerentwurf zu realisieren. Die Rohbauarbeiten beginnen im September 2010, es folgt die Grundsteinlegung am 28. März 2011. Anfang August 2012 geht der Bauabschnitt A in Betrieb, gefolgt vom Bauabschnitt B im März 2013. Dann wird die alte Schule endgültig abgerissen und im Juni 2013 mit dem Bau des Gebäudeteils C begonnen. Er sollte eigentlich in diesem Sommer fertig sein. Der Bauteil D ist nach wie vor für 2015 vorgesehen. Aus knapp 11.000 Kubikmetern Beton und 13.4250 Verblendsteinen entstehen unter anderem 49 Klassen- und 20 naturwissenschaftliche Fachräume sowie Mensa, Stadtteilbücherei, Forum, Werkstätten und Spielezone –  insgesamt rund 17.600 Quadratmeter neue Schule in Hainholz.
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