Dritte Chance für Edeka?

Noch dominiert das Gebäude von Papier-Schmidt (Mitte) das Bild zwischen Gebrüderstraße (vorn) und der AKN-Trasse. Das könnte sich bald ändern.  Foto: kamin
Noch dominiert das Gebäude von Papier-Schmidt (Mitte) das Bild zwischen Gebrüderstraße (vorn) und der AKN-Trasse. Das könnte sich bald ändern. Foto: kamin

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22. März 2011, 08:40 Uhr

Barmstedt | Vor drei Jahren hat die Politik es abgelehnt, auf dem Gelände von Papier-Schmidt an der Gebrüderstraße Aldi und Edeka anzusiedeln: Der Einzelhandel in der Innenstadt sollte nicht gefährdet werden. Jetzt startet die Stadt einen neuen Anlauf, um das Gebiet zwischen Berliner Straße, Gebrüderstraße und An der Bahn zu entwickeln. Am Donnerstag, 24. März, werden dazu drei Architekturbüros im Bauausschuss ihre Vorschläge vorstellen.

Geht es nach Barmstedts Wirtschaftsförderer Wolfgang Heins, sollten sich auf dem Papier-Schmidt-Gelände ein Edeka-, ein Drogeriemarkt und ein Textilwarengeschäft ansiedeln. "Dann hätten wir wenigstens einen Nahversorger im Norden." Bevor es dort überhaupt keinen Laden mehr gibt. Denn Barmstedts Edeka-Betreiber Claus-Peter Jensen erwägt, seinen Laden an der August-Christen-Straße zu schließen. Zuvor hatte er seinen Plan, neben Aldi das neue Einkaufszentrum am Küsterkamp zu nutzen, begraben müssen: Dort wird Rewe einziehen (wir berichteten).

Auf keinen Fall will Jensen allein einen neuen Markt im Norden eröffnen. Dem jetzt von Heins vorgeschlagenen Projekt steht er aber aufgeschlossen gegenüber. "Mit mehreren Partnern wäre es eine Option", sagte er gestern. Zwar hätte sich die Politik das "schon vor fünf Jahren überlegen können", aber noch sei es nicht zu spät. "Wir würden eine Standortanalyse durchführen und dann entscheiden."

Laut Heins müsste der Edeka mindestens 1200 Quadratmeter groß sein, damit das Unternehmen investiert. Insgesamt könnte der Komplex etwa 2000 Quadratmeter groß werden. "Für ein solches Vorhaben brauchen wir noch die Zustimmung der Landesplanung", so Heins. Zudem müsste untersucht werden, wie sich der Verkehr entwickeln würde. Und der Grundeigentümer müsste verkaufen. "Es laufen Verhandlungen", sagte Heins.

Die drei Architektenbüros schlagen für das gesamte Gebiet einen Mix aus Einzelhandel, Kleingewerbe und Wohnbebauung vor. Auch einen "Erlebnispfad" entlang der Bahn, einen öffentlichen "Quartiersplatz" und einen zusätzlicher Weg zwischen August-Christen- und Mühlenstraße sehen die Entwürfe vor. Die Sitzung des Bauausschusses in der Kommunalen Halle beginnt um 19.30 Uhr mit einer Einwohnerfragestunde. Bevor die Entwürfe für das Gebiet an der Gebrüderstraße präsentiert werden, wird der Rathaus-Umbau vorgestellt, der das dritte Stockwerk und die Fassade umfasst. Anschließend werden die Stadtwerke über ihre geplanten Arbeiten an der Hamburger Straße informieren.

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